Kurzgeschichte: Abkratzen in Telgte

Immer wenn es spannend wurde, übernahmen die Kollegen aus Münster. Im Umkehrschluss bedeutete das wohl, dass es wieder mal um Killefitt ging. Kommissar Osterbrink trank den letzten Schluck Kaffee aus dem Pappbecher und stieg in Telgte aus dem Zug der Eurobahn. Nicht mal einen Dienstwagen hatte er bekommen, der Fall schien in seiner Dringlichkeit noch hinter der mutwilligen Verschmutzung der öffentlichen Toiletten am Marktplatz zu rangieren.

Die zwanzigminütige Bahnfahrt hätte natürlich gereicht, um sich mit den Details vertraut zu machen. Immerhin hatte Osterbrink die Mappe mit den Unterlagen in seiner Aktentasche. Ausgerechnet diesmal bekam er aber einen Sitzplatz mit Kopfhöreranschluss. Er hatte sich durch alle Sender geschaltet und war schließlich bei einer Reportage Weiterlesen

Querzeit

Querzeit,  ich zitiere einfach mal ihre Selbstdarstellung: „… ist die Seite einer freien und unabhängigen Gruppe bestehend aus Künstlern, Kulturschaffenden, Visionären und Autoren aus verschiedensten Lebensbereichen. Das Ziel ist eine selektive Berichterstattung zur Schärfung der kulturellen, politischen und gesellschaftlichen Wahrnehmung, der konstruktiven Meinungsbildung und des Denkens quer zur Zeit. Lasst aus Gedanken Visionen werden!“ war so nett, mir den Raum zu bieten, meine aktuellen Veröffentlichungen auch einmal außerhalb meines eigenen Blogs zu präsentieren. Dafür habe ich einen kleinen Text gebastelt und ein paar Bilder bereit gestellt.

Mein Thema in der Querzeit ist wieder einmal das lästige Marketing. Letztlich geht es immer wieder darum, dass es kleine Verlage sind, bei denen meine Texte erscheinen. Diese Verlage geben sich Mühe, die Bücher unters Volk zu bringen, aber sie erwarten dabei ein wenig Unterstützung. Als gelernter Kaufmann kann ich mich betriebswirtschaftlichen Erwägungen nur schlecht entziehen, aber ich bin kein geborener Verkäufer. Man findet mich also nicht in den örtlichen Buchhandlungen mit einem Stapel der Neuerscheinungen – obwohl ich genau das wohl tun sollte. Also schreibe ich, nachdem ich schon einen Text für eine Anthologie geschrieben habe, einen weiteren Text, damit jemand davon erfährt, dass es diese Anthologie gibt, gebe diesen Text jemanden, der dann schreibt, dass ich diesen Test geschrieben habe, der auf meinen Beitrag in der Anthologie verweist. So ungefähr.

Termine: Osterbrink live

ausrufer 001Wozu so ein Blog doch gut ist: Googelt man meinen Nachnamen, der nun wahrlich nicht weit verbreitet ist, erhält man rund 2.060.000 Ergebnisse. Leider (oder vielleicht auch zum Glück) haben die meisten Treffer nichts mit mir zu tun. Es geht um eine Band, einen Schauspieler, diverse tschechische Menschen, die meinen Nachnamen einfach als Vornamen verwenden und endlos viele finnische Rezepte, in denen Butter verwendet wird. Ach so: Butter heißt auf Finnisch Voita. Selbstverständlich gibt es auch Schreibvarianten.

Wenn man aber weiß, was man sucht und nicht so schnell aufgibt, findet man auch meinen Blog. Warum man mich suchen sollte, werde ich nicht weiter ausführen, dass sollten Sie schon selber wissen! Brigitta Brand –  http://www.bucheum.de/-  suchte mich jedenfalls, weil sie ebenfalls zu den Autorinnen und Autoren gehört, die mit einer Geschichte in der Anthologie „Im Herzen Westfale“ vertreten sind. Brigitta Brand kam auf die schöne Idee, ein paar dieser Autorinnen und Autoren zusammen zu trommeln und eine Lesung zu organisieren.

Am 10.01.2015 werde ich in Telgte meine Geschichte „Schöne Bescherung für Osterbrink“ einem hoffentlich großen, noch hoffentlicher (ich weiß, dass man hoffentlich nicht steigern kann) aber aufmerksamen und wohlwollenden Publikum präsentieren. Ich freue mich drauf!