Was wahr ist klar, denn nur der Klare sieht das Wahre

Ostwestfalen. Ein Konflikt in sich. Ein Ost-West-Konflikt. Wie der Rheinländer auf Westfalen, schaut der Westfale auf Ostwestfalen herab. Obwohl er eigentlich hinauf schauen müsste, schließlich bietet Ostwestfalen einiges mehr an Höhe. Und ganz ehrlich, wenn keiner zuhört oder mitliest, könnte ich vielleicht sogar eingestehen, dass es da keineswegs so geschmacklos, lieblos, öde und was auch immer ist, wie wir immer behaupten. Es ist, schaut man mal genauer hin, überwiegend natürlich geschmacklos, lieblos und öde – aber eben auch bildhübsch, idyllisch, ländlich. Mit dichten Wäldern und Bergen, die hoch genug sind, um ins Schwitzen zu geraten, wenn man daran denkt, dort mit dem Fahrrad unterwegs sein zu wollen. Dörfern mit viel Fachwerk.

Und mit Werther. Mit Werther-Arrode.

Das ist das Dorf, in dem Peter August Böckstiegel geboren wurde. Weiterlesen

Wahlsieg!

Von František Dostál – František Dostál´s archive, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=24947808

Wie schön es doch ist, die eigenen Ideen einem großen Publikum präsentieren zu können und dafür Anerkennung zu erhalten.

So einen Satz wollte ich immer schon mal schreiben. Leider ist es mir bisher nichts gelungen, was ihn rechtfertigen könnte und wenn ich es mir recht überlegen, dann hat der gestrige Abend daran auch nichts geändert. Obwohl ich natürlich mit hoch erhobenem Kopf das Theater verließ.

Gut, der Reihe nach. Wir waren, wie man dem bisher gesagten ja schon entnehmen kann, mal wieder im Theater, diesmal gab es eine Varietévorstellung. Young & Fresh, mehrere Artisten und ein Conferencier, der mit Comedy und Zauberei durch den Abend führte. So weit, so gut. Denn gut war das, was ich Weiterlesen

Anfassen verboten

Von Cent9 – Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=26354898

Wieder einmal greife ich auf einen älteren Text zurück, der unbeachtet und vergessen in den Tiefen des Netzes schlummerte. Also, Fanfaren, Tusch und was sonst noch dazu gehört:

Anfassen verboten

Natürlich ist unser Haushalt perfekt organisiert. Finden wir. Oder eigentlich ich. Weiterlesen

Enschede, Wilmink & Textilgeschichte

Komisch, wie nah und wie fern eine Stadt einem doch sein kann. Nah, weil Enschede, das ist die niederländische Stadt, um die es hier geht, gerade einmal 100 Kilometer von Warendorf entfernt liegt. Fern, weil ich, obwohl wir so oft dort waren, so wenig über diese Stadt weiß. Naja, jetzt weiß ich natürlich gerade mal wieder etwas mehr, weil wir, wie so oft, ein paar Stunden dort verbracht haben.

Enschede, von Willem Brakman als  ‚het onlieflijke stadje‘ (die unliebliche Stadt) bezeichnet, ist nicht schön, keine dieser putzigen niederländischen Städte, die eine kuschelige Mischung aus siebzehntem Jahrhundert und Coffeeshop zu sein scheinen. Weiterlesen

Verstimmt

Und noch einmal ein Beitrag aus dem Jahr 2015. Da gerade wieder Wahlen anstehen, hat er vielleicht noch ein wenig Aktualität.

Von CDU – Diese Datei wurde Wikimedia Commons freundlicherweise von der Konrad-Adenauer-Stiftung im Rahmen eines Kooperationsprojektes zur Verfügung gestellt.Deutsch | English | français | македонски | русский | +/−, CC BY-SA 3.0 de, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=30246831

 

Die ganz große Koalition – bestehend aus allen im Bundestag vertretenen Parteien und auch denen, an die wir uns gerade noch erinnern können – lauschte ins Land hinein: Und hörte nichts. Wo waren sie geblieben, die Stimmen derer, die sonst so bereitwillig gewählt hatten, was ihnen als alternativlos angeboten, vielleicht sogar angedroht worden war?

Da blickten die Volksvertreter kurz von ihren wohlgefüllten Futtertrögen auf und fragten sich, was… nein, nicht was das zu bedeuten hätte, sondern was man dagegen tun könne. Dem Generalsekretär der christlichsten aller Parteien erschien die Zurückhaltung der Wählerschaft als ein Vertrauensbeweis, als ein Zeichen dafür, dass man alles ganz genau so haben wolle, wie es sowieso bleiben würde. Weiterlesen