Präfaktisch

Natürlich wird auch diesmal nichts mehr so sein, wie es vorher war. Natürlich halten wir inne, reagieren besonnen, verteidigen unseren freiheitlichen Lebensstil.

Aber wir übertreiben es auch nicht mit der Besonnenheit. Kommentare müssen rausgehauen werden, solange noch jeder hinsieht, hinhört. Also auch schon, solange man nichts genaues weiß. Oder gerade dann, denn auf der Basis völliger Unkenntnis lässt sich hervorragend spekulieren. Da sagt man gern auch einmal, dass wir uns im Kriegszustand befinden, dass Langwaffen eingesetzt werden können.

Präfaktisch, könnte man sagen.

Mehr Sicherheit. Obergrenzen. Abschieben. Ausweisen. Wegsperren.

LKW verbieten. Geht nicht?

Betonsperren. Zu teuer?

Mehr Polizei. Zu teuer?

Sicherheit hat einen Preis. Freiheit hat einen Preis. Frieden hat einen Preis. Wohlstand hat einen Preis.

Irgendwer muss zahlen.

Aber wir doch nicht.

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12 Gedanken zu “Präfaktisch

  1. Ich höre schon lange nicht mehr auf das Geplapper der Politiker – bei Facebook und Konsorten bin ich sowieso nicht aktiv. In Afghanistan z.B. ist das ja alles Alltag, aber wir erklären es zum „sicheren Herkunftsland“, geben gleichzeitig aber wieder eine Reisewarnung für Deutsche heraus. Afghanen sind sicher, unsere Bürger aber sind in Gefahr, wie geht das zusammen? Ich fürchte, im Wahljahr wird sich das noch schön hochschaukeln: jeder wird versuchen, die anderen rechts zu überholen, Hauptsache es bringt irgendwie Stimmen. Ein Trauerspiel…

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