Ruhe

Foto: Elfie Voita

Dass Tecklenburg einen Besuch wert ist, habe ich schon an anderer Stelle deutlich zu machen versucht. Wir jedenfalls waren wieder einmal dort. Diesmal war die evangelische Stadtkirche offen, die Kirche, in der auch Dr. Johann Weyer (Wier) vermutlich bestattet wurde, der Arzt, der sich gegen die Hexenverfolgungen eingesetzt hatte. Habe ich schon erzählt, aber muss man solche Menschen nicht immer wieder erwähnen? In der Kirche gibt es mehrere Grabplatten, die sich heute an den Kirchenwänden befinden und die, um die es mir geht, leider so hinter einer Bank versteckt, dass sie sich nicht gut fotografieren ließ. Weiterlesen

Wer wenn nicht Wier

Wo war ich stehen geblieben? Ach ja: im Regen, in Tecklenburg, vor dem Rathaus, im Dezember. Alle bitte dem Regenschirm folgen und schön zusammenbleiben, es könnte eng werden, denn auch in Tecklenburg gibt es einen Weihnachtsmarkt. Allerdings einen irgendwie verzettelten, einen, der sich über eine lange Strecke verteilt, ohne aber aus vielen Buden, Ständen, Hütten oder Wagen zu bestehen. Mit anderen Worten: Es ist fast überall kein Weihnachtsmarkt.

Wir schlendern durch das Städtchen. Jedes andere Tempo wäre völlig unangemessen, denn schnellen Schrittes wären wir ratz fatz durch den Ort gestürmt und hätten gewiss etwas versäumt. Kopfsteinpflaster glänzt im Regen, der wohl auch dafür sorgt, dass sich nicht gar so viele Kauf- und Schaulustige auf den Weg gemacht haben.

Schöne kleine Fachwerkhäuser, schmale Straßen, die sogleich das Wort Gässchen aufkommen lassen, aber das verkneife ich mir. Weiterlesen