Auf der rechten Seite schlafen

Ich habe von Alexander Gauland geträumt. Nicht, dass er mir das Du angeboten und ich Alex zu ihm gesagt hätte. So viel Distanz habe ich im Traum gewahrt. Kann man das so sagen? Ich und im Traum? Egal. Wieso passiert mir das? Wieso träume ich von ihm, er aber bestimmt nicht von mir? Von uns träumt er bestimmt, von uns als Deutschland, als Volk, aber von mir?

Man kann sich leider nicht aussuchen, wovon man träumen möchte. Wissenschaftlich ist, soweit ich das verstanden habe, weder klar, warum wir träumen noch wieso wir träumen, was wir träumen. Aber Gauland? Ich weiß sogar noch, was er gesagt hat, weiß aber nicht so recht, ob es zulässig ist, das als Gaulandzitat zu verwenden. „Ich habe schließlich die Demokratie in diesem Land mit aufgebaut.“ Das war eine glatte Lüge! So alt ist der Mann nämlich nicht, obwohl man das denken könnte. Jahrgang 41, zu den Müttern und Vätern der Republik gehört er definitiv nicht, zu den Kindern, okay, und die machen ja oft kaputt, was Mama und Papa aufgebaut haben. Was Weiterlesen

Der Name der Dose

Aus den Anfangstagen des Blogs gibt es ein paar Beiträge, die keine oder kaum Leserinnen und Leser gefunden haben. Ich nehme an, dass es gute Gründe dafür gab. Aber das hindert mich nicht daran, diese Beiträge, also die Rohrkrepierer, Ladenhüter und Karteileichen, noch einmal ans Tageslicht zu zerren. Den Anfang macht

Der Name der Dose

Adolph von Menzel [Public domain oder Public domain], via Wikimedia Commons

Ein lichtloses Treppenhaus mit riesenhaften Schränken und einer endlosen Treppe, die ihren Anfang in unbekannten Tiefen haben mag und eher zufällig auch zu uns hinauf führt. Dunkles Holz und immer der Geruch von Bohnerwachs.

Eine hellere Wohnung, in der ein Mann, für meine kindliche Vorstellung uralt, dabei gewiss kaum älter als vierzig, mit seiner Haushälterin lebt: Tante Frieda, deren große, unendlich verlockende Blechdose

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