Es geht voran

Wir liegen mal wieder voll im Trend oder eigentlich nicht, also nicht wieder, aber schon voll im Trend. Das passiert uns eigentlich nicht so oft, andererseits ist man ja kaum mal allein mit seiner vermeintlichen Besonderheit, seinem speziellen Geschmack oder seinen komischen Ideen. Ich merke das immer, wenn mir mal eine Formulierung eingefallen ist, von der ich denke, ja, da ist dir aber mal eine Formulierung eingefallen, aber dann frage ich Väterchen Google und es ist eigentlich immer so, dass genau diese meine superoriginelle Idee schon mal jemand hatte, vor fünf Jahren oder so und nein, nicht nur einer. Meistens gibt es schon ein Buch, das so heißt, eine Kindertagesstätte und irgendwas mit Kultur. Trends haben, so dachte ich, mit dem Alter zu tun und wer älter wird, ist vor Moden und Trends geschützt, aber nein, man tut, was man meint, tun zu müssen und schon tut man, was alle gerade tun müssen. Wandern und Radfahren waren wohl die Aktivitäten des Jahres und ja, wir waren dabei.

Als habe eine allgemeine Mobilmachung stattgefunden, versammelte sich praktisch das ganze Land an den Wochenenden auf den Wanderparkplätzen. Wanderparkplätze sind mitnichten Parkplätze, die gemeinsam mit den Wanderbaustellen auf den Autobahnen voranschreiten, sondern stellen praktisch das Ende der Automobilität dar, sind der Punkt, an dem das Auto geparkt und die Insassen freigelassen werden.

Wandern unterscheidet sich vom Gehen oder dem Spazieren dadurch, dass man sich entsprechend auszustatten hat. Also Schuhwerk und Naschwerk. Aber auch Pflaster, Getränke, Äpfel, Bananen, belegte Brötchen, Papiertaschentücher, ich erkläre an dieser Stelle nicht, warum es keine Stofftaschentücher sein sollten, Fernglas, Kamera und Handy. Ein Ausdruck der Route, der, wenn sie gut markiert ist, nicht gebraucht wird und wenn sie schlecht markiert ist, zu nichts zu gebrauchen ist. Ein Rucksack oder Weiterlesen