Spinne am Morgen

Foto: Leonie Voita

Foto: Leonie Voita

„Das Sprichwort Spinne am Morgen bringt Kummer und Sorgen,Spinne am Abend erquickend und labend bezieht sich nicht, wie meist irrtümlich angenommen, auf die Spinnen, mit denen die Menschen teilweise ihr Zuhause teilen, sondern auf die schöpferische Tätigkeit des Spinnens. Die Vermutung, dass also eine des Morgens gesehene Spinne Unglück bringe, ist reiner Aberglaube und geht auf eine Fehlinterpretation zurück.“ Wikipedia

Das Exemplar auf dem Foto, übrigens von beeindruckender Größe, sahen wir heute morgen im Carport. Obwohl wir nicht einmal drei Kilometer entfernt von unserem ehemaligen Haus in Warendorf leben, finden wir hier eine deutlich veränderte Fauna vor. Die Insekten sind größer und der Maulwurf in unserem Garten schreckt vor nichts zurück.

 

Salticus scenicus

•Source: picture taken by Olaf Leillinger on 2005-09-18 • License: CC-BY-SA-2.5 and GNU FDL

• Source: picture taken by Olaf Leillinger on 2005-09-18
• License: CC-BY-SA-2.5 and GNU FDL

Ich teile seit wenigen Tagen meinen Arbeitsplatz mit einer Spinne. Ich pflege zumindest die Überzeugung, dass es ein beabsichtigtes Teilen ist, ein Akt der Duldung sozusagen, wenn auch nicht der Zuneigung, den ich jederzeit durch eine gewalttätige Intervention beenden könnte. Wie das so ist mit Bekanntschaften, man sieht sich einmal, nimmt kurz Notiz voneinander, und vergisst den Anderen sogleich wieder. Was mir bei Spinnen nicht passiert. Ich will nicht sagen, dass ich unter einer Phobie leide. Ich kann sie nur nicht ausstehen. Zu viele Beine, zu schnell, zu still…

Obwohl: keine Ahnung, ob Spinnen Geräusche machen können, ich glaube, ich will das nicht wissen. Ab einer bestimmten Größe weigere ich mich, in ihre Nähe zu gehen und brauche die Hilfe einer furchtlosen Heldin (meiner Frau), um mich wieder in Sicherheit wiegen zu können. Das erzähle ich nicht, um mich hier selbst vorzuführen, Weiterlesen