Schreiben, lesen, hören, reden

Eigenes Bild

Puh, das ist aber abgelegen. Sage ich, denke ich, höre ich. Muss also stimmen. Obwohl es mit dem Auto mal gerade eine halbe Stunde braucht, um das Westfälische Literaturmuseum Haus Nottbeck zu erreichen. Eine halbe Stunde, das ist doch nicht viel. Um die zu vertrödeln, brauche ich höchstens eine halbe Stunde, wenn nicht weniger. Schön, Nottbeck liegt etwas einsam. Man könnte auch sagen: Es liegt da sehr schön einsam. Ruhig. Still sogar. Spätsommersonne, zwei Gänse watscheln, nee, sie bewegen sich einfach träge über den Rasen vor dem Gartenhaus.

Literaturmuseum klingt komisch, als ließe sich Literatur besichtigen. Ansehen wie Gemälde. Autorenbilder sind tatsächlich auch zu sehen, Bücher, Textauszüge, Geschichte der westfälischen Literatur. Viele Namen, die ich kenne, viele Namen, die ich nicht kenne. Viele Bücher, die ich nicht gelesen habe und wohl auch nie lesen werde. Aber hier begegnen sie mir. Männer und Frauen, die sich mit Sprache beschäftigt haben oder die es drängte, etwas zu erzählen.

Nottbeck pflegt immer auch die Begegnung mit Autoren. Literatur wird Weiterlesen