Der Boss lässt sprechen

Von Helge Øverås – Eigenes Werk, CC BY 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=3474124

Ja, ich weiß, ich hätte es ja nicht hören müssen. Aber nun ist es zu spät für gute Ratschläge. Ach so, was ich da gehört habe? Born to run, die Bruce-Springsteen-Autobiografie, gelesen von Thees Uhlmann.

Ich mag Thees Uhlmann, weiß nicht, wieso. Vielleicht ist es das Norddeutsche, das Eckige, das Unglamouröse. Ja, bestimmt sogar, denn von seiner Musik bin ich meistens ein kleines bisschen enttäuscht. In einem Kulturmagazin erzählte er, wie begeistert er davon war, Springsteen für das Hörbuch lesen zu dürfen. Schön, dass wenigstens er Spaß daran hatte. Oh, er macht das nicht schlecht, jedenfalls wenn man das Norddeutsche, Eckige und Unglamouröse mag.

Ich könnte mir allerdings vorstellen, dass man mehr aus den Texten rausholen kann, dass man mit breiter Brust und großer Klappe antritt, um dann an den entsprechenden Passagen auch mal weinerlich zu werden. Denn das ist Springsteen eben auch alles. Großkotzig, moralisch, religiös, Selfmademan, Millionär, Sohn, Vater, Ehemann. Ach ja, Rockstar hätte ich fast vergessen. Weiterlesen

Giacometti

Das Picasso-Museum Münster zeigt aktuell eine Ausstellung mit Werken von Alberto Giacometti. Ausstellung, Museum, Picasso, Giacometti – gleich vier Gründe, jetzt nicht weiterzulesen. Oder vier Gründe, jetzt weiterzulesen, je nach Gusto.

Da ich Betriebswirtschaft und nicht Kunstgeschichte studiert habe, bin ich natürlich prädestiniert, mich zu dieser Werkschau zu äußern. Betriebswirtschaftlich betrachtet ist Giacometti ein guter Anlagetipp. Picasso bringt zwar immer noch mehr, aber bei den Skulpturen ist Giacometti unschlagbar. Im Mai wechselte ‚der zeigende Mann‘ für 141,285 Millionen Dollar den Eigentümer. In Euro ist das weniger, reicht aber allemal.

Giacometti… wer war das auch noch gleich…? Weiterlesen