Juist (2)

Foto: Manfred Voita

Neunzig Minuten dauert es, bis die Fähre von Norddeich aus den Anleger erreicht. Juist. Pferdekutschen stehen bereit, um die Ankömmlinge aufzunehmen. Wir haben es nicht weit, sagt das Handy. Also ziehen wir unsere Koffer. Damit sind wir nicht allein. Mein erster Eindruck der Insel: Laut! Aber das legt sich schnell wieder. Noch ein paar Kutschen, hier und da ein verirrter Tourist, dann ist wieder Ruhe.

Mit Straßennamen ist man zurückhaltend, nein, falsch, nur mit der Beschilderung. Schön, dass das Handy funktioniert, so ist unsere Unterkunft schnell gefunden. Der Ort ist, wie die Insel, nicht groß aber lang. Vom Hafen aus sind es gerade ein paar hundert Meter bis zu dem Haus, in dem wir eine Ferienwohnung gemietet haben.

Was sofort auffällt: Die Straßen, nicht alle, aber viele Seitenstraßen, sind nicht befestigt und entsprechend sehen sie aus. Wie umgepflügt, aufgewühlt von den täglich passierenden Pferdewagen, mit denen hier die Waren angeliefert werden, das Baumaterial oder auch der Müll abgeholt wird. Weiterlesen

Auf Trab kommen

Von Don-kun – Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=7982268

„Turnier für traditionelle Anspannung“ steht auf dem Flyer. Ich bin irritiert. Haben die Asiaten, also die Inder, die Chinesen oder wer auch immer sich im Fernöstlichen mit Religion und Kampfkunst – oder sind das etwa nur zwei Wörter für dasselbe Phänomen? – uns neben der traditionellen Medizin und dem Yoga, Tai-Chi und Qigong, neben all den beliebten Entspannungstechniken auch etwas anzubieten, was der von der 35-Stunden-Woche, endlosen Wochenenden samt Brückentagen, Weiterlesen