Deutschland – Stockholm

Eigenes Bild

Stockholm kann ich nicht besuchen, ohne daran zu denken, dass auch diese Stadt wichtig für das deutsche Exil während der NS-Zeit war. Gottfried Bermann-Fischer, als Geschäftsführer des S. Fischer-Verlags eine Größe des deutschen Literaturgeschäfts, hatte einen Teil des Verlags nach Wien, dann nach Stockholm und später in die USA ausgelagert, immer auf der Flucht vor der Verfolgung durch die Nationalsozialisten oder, wie das in Schweden schließlich der Fall war, einer Veränderung des gesellschaftlichen Klimas.

Deutsche Truppen waren in Dänemark und Norwegen einmarschiert. Deutschland hatte Transitrechte für seine Truppen durchgesetzt und Schweden fürchtete, trotz seiner Neutralität ebenfalls angegriffen und besetzt zu werden. Da waren Vertreter des deutschen Widerstands oder der Exilliteratur keine gern gesehenen Gäste. Stureplan 19 war die Anschrift des Verlages, damals wohl auch schon eine sehr gute Adresse, heute ein Ort der Schönen und Reichen oder zumindest ganz schön Reichen.

Sturegatan 60, etwa 800 Meter entfernt vom Verlag, lag das Hotel Jernberg, Weiterlesen

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