Wen schert’s?

Foto: Elfie Voita

Vor Stockholm liegen die Schären. Sie liegen da nicht, weil sie beim großen Aufräumen vergessen wurden, sondern sie liegen da, weil das große Aufräumen dafür gesorgt hat, dass es sie überhaupt gibt. Während einer Eiszeit, ich mache mir jetzt nicht die Mühe, den korrekten Zeitraum zu recherchieren, war nämlich Skandinavien von einer dicken Eisschicht bedeckt und als die Eiszeit fertig war und, wie sich das für Eis gehört, langsam wegtaute und an der Waffel runter lief, nein, falsches Bild, schob das Eis weg, was im Wege lag, machte platt, was platt zu machen war und schliff selbst Granit gnadenlos ab.

Manchmal blieb allerdings etwas stehen und als das Wasser kam, das wir als Ostsee, alle anderen als baltisches Meer kennen, ragten kleinere und größere Inselchen heraus. Weil aber der Druck des Eises weg war, stieg und steigt der Boden dort langsam an und es ist eine Frage der Zeit, dass wir nicht mehr mit dem Schiff, sondern mit dem Aufzug nach Stockholm fahren müssen. Aber das hat, Weiterlesen

Ganz nah

Eigenes Bild

Nur wenige Mitreisende sind noch auf dem Schelterdeck, es ist kühl geworden. Spät am Abend auf der Ostsee. Stille. Nicht einmal die Dieselmotoren der Diana stören, ergänzen das Bild sogar um die Dimension der Entfernung, um das Unterwegssein.

So ähnlich war das – nur schöner.

Teil 5

Teil 3

Abgefahren

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Wir reisen gern. Ich bin jetzt nicht der Fernreisende, nicht, weil mich die Ferne nicht interessiert, sondern eher, weil mich interessiert, weil ich verstehen will, was ich sehe. Da meine Sprachkenntnisse aber begrenzt sind, ehrlich gesagt über ein ordentliches Niederländisch und ein unordentliches Englisch nicht hinausgehen, bliebe mir folglich wohl nur die Studienreise.

Ach so: Wegen Sonne und Sand reise ich schon überhaupt nicht. Einen Sonnenbrand kann ich mir auch auf der Terrasse holen und ein Strandspaziergang ist auch auf Ameland, Spiekeroog oder …. (Lieblingsinsel bitte einfügen) möglich, da muss ich nicht auf die Seychellen oder nach Malocha. Nicht böse gemeint, konnte ich mir einfach nicht verkneifen.

Wegen Landschaft muss ich auch nicht aus dem Haus. Ja. Natur ist schön. Natur ist eindrucksvoll. Aber nicht vierzehn Tage lang am Stück. Das ist doch so wie im Museum. Willem Brakman, der niederländische Schriftsteller, sagte bezogen auf einen Besuch im Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte in Münster sinngemäß, dass viele Bilder Weiterlesen