Vlöggeln

 

By Tubantia (Own work) [GFDL (http://www.gnu.org/copyleft/fdl.html) or CC BY-SA 3.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0)], via Wikimedia Commons

By Tubantia (Own work) [GFDL (http://www.gnu.org/copyleft/fdl.html) or CC BY-SA 3.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0)%5D, via Wikimedia Commons

In Ootmarsum ist, wie schon berichtet, einiges an Kunst zu sehen, zum Beispiel eine Figurengruppe neben dem Eingang der Simon und Judaskirche. Augen zu und durch. Wäre mal wieder einfacher gewesen. Aber nein, ich muss ja wieder gucken.

Foto: Elfie Voita

Foto: Elfie Voita

Weil die Informationstafel zu dieser Gruppe ziemlich unleserlich ist, wird sie gleich mit fotografiert und anschließend ausgewertet. Die Künstlerin heißt Kiny Copinga-Scholten, das Werk „De Poaskearls“, denn so spricht man in Twente, Paaskerels wäre Niederländisch. Paas steht für Pasen, Ostern, wie wir sagen. Pasen ist viel näher am Original, dem jüdischen Pessach- oder auch Passahfest. Das interessiert mich zwar, aber nicht jetzt, nicht hier.

By Proborc (Own work) [Public domain], via Wikimedia Commons

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Die Poaskearls, die Osterkerle, wie man sie übersetzen könnte, sind nämlich eine Besonderheit, es gibt sie tatsächlich nur in Ootmarsum und sie gehören zum nationalen kulturellen Erbe der Niederlande. Der Brauch, der mit ihnen und von ihnen gepflegt wird, heißt Vlöggeln und ist vermutlich sehr alt, nachweisbar allerdings erst seit 1840. Acht katholische Junggesellen ziehen am ersten und zweiten Ostertag durch Ootmarsum, dabei werden zwei Lieder gesungen. Weiterlesen