Zauberhaft

Bei allen vermutlich berechtigten Sorgen, die die Machtergreifung Donald Trumps auslösen mag, verspüre ich doch auch eine klammheimliche Freude darüber, wie gerade die konservative Presse, also eigentlich fast die gesamte Presse, verstört reagiert, weil die ordentliche Einteilung der Welt in Gut und Böse nicht mehr funktioniert, wie die Volkswirkte noch zu verteidigen versuchen, was bis gestern als wissenschaftlich erwiesen galt und ab morgen nicht mehr gelten soll, wie die Transatlantiker versuchen, sich hinter eine Führungsmacht zu scharen, die noch nicht weiß, gegen wen und wohin sie in den Krieg ziehen wird, aber bei der alle ahnen, dass sie in den Krieg ziehen will.

Zum Verständnis der sozialen Marktwirtschaft, wie sie in der BRD einmal gedacht war, muss man wissen, dass der Gesetzgeber der Wirtschaftspolitik vier Ziele vorschreibt: eine stabile Währung, Vollbeschäftigung, Wirtschaftswachstum und außenwirtschaftliches Gleichgewicht.

Die ersten drei Ziele erklären sich fast von selbst. Inflation, jedenfalls eine höhere Geldentwertungsrate, ist nicht gut, weil dann alle das Vertrauen in das Geld verlieren und außer unserem Vertrauen in seinen Wert hat es eben keinen Wert.

Vollbeschäftigung, denn Arbeitslosigkeit macht schlechte Laune und schlecht gelaunte Wähler stellen sonst was an. Weiterlesen