Damenprogramm (3)

Foto: Manfred Voita

Nach der Stadtführung, die etwa 135 Minuten gedauert hatte, keine Minute zu viel übrigens, blieb nur wenig Zeit, bis die Führung im Magdeburger Dom begann. Eine Führerin, zwei Besucher, die sich führen ließen. Die zweite männliche Nebenrolle war allerdings neu vergeben worden. Nein, ich verzichte jetzt darauf, die Details des Doms zu beschreiben, obwohl das natürlich leicht komisch wirken muss, wenn ich ausgerechnet zu den Toiletten etwas schreibe.

Die Toiletten sind gut, ich habe in anderen Kirchen schon viel schlechtere gesehen, in vielen sogar keine. Was natürlich nicht heißen soll, dass ich in Kirchen grundsätzlich die Toiletten besuche. Man muss jetzt also nicht wegen des Domklos nach Magdeburg. Bemerkenswert für mich war aber, wie hier zwei Zeiten nebeneinander existieren. Man verlässt den Dom und betritt Weiterlesen

Damenprogramm (2)

Foto: Manfred Voita

Das erste Geheimnis ist von Jules in einem Kommentar schon gelüftet worden. Ja, mit dem Damenprogamm spielte ich darauf an, dass bei großen politischen Veranstaltungen die mit angereisten Damen mit Kultur und Sozialem bespaßt wurden.

Nun reisen heute auch Regierungschefinnen mit ihrem Partner oder ihrer Partnerin an und so ist das Damenprogramm inzwischen keine rein weibliche Veranstaltung mehr. In Magdeburg nahm meine Frau an einer Tagung teil, mein Damenprogramm bastelte ich mir selbst.

Aber ein virtuelle Stadtführung? Nein, damit meinte ich nicht, dass die Führung am Rechner oder sonstwie medial vermittelt stattfand. Unser Führer… ich kann das Wort nicht schreiben, ohne nach einem Synonym zu suchen, ob das jungen Menschen auch so geht? Also der Stadtführer führte uns ganz real, persönlich und gemessenen Schrittes durch die Innenstadt Magdeburgs.

Virtuell war die Führung in dem Sinn, dass er uns mehr zeigte, auf mehr hinwies, als in Magdeburg zu sehen ist, noch zu sehen ist. Die Stadt hat unter dem dreißigjährigen Krieg gelitten, sie ist im zweiten Weltkrieg Weiterlesen

Damenprogramm

Grab Otto I.
Bild: Manfred Voita

Vielleicht sollte ich das Goldene Blatt abonnieren, die sind doch, wenn ich mich nicht täusche, auf Adelsgeschichten spezialisiert. Oder mal einen Termin mit Rolf Seelmann-Eggebert machen. Doch, vielleicht besser mit dem, schon wegen seines Alters. Der kennt möglicherweise noch einige persönlich, von denen die Macher des Goldenen Blattes noch nie gehört haben.

Oh, das war jetzt ein ziemlich dummes Vorurteil. Nur weil jemand Klatsch und Tratsch über europäische Adelshäuser verbreitet, kann er oder sie ja ein rundum gebildeter oder zumindest geschichtskundiger Mensch sein. Was für eine Tiefe die Berichterstattung über Gloria von Thurn und Taxis käme, wenn ein Familienzwist mal eben in Beziehung zur Ermordung Otto Wilhelms durch seinen Bruder Wolf Ernst im Jahre 1617 gesetzt würde. Nein, nicht im Haus der Thurn und Taxis, sondern im dem Weiterlesen