Singen im Wald

Von Marià Fortuny – Museo Nacional de Arte de Cataluña, Gemeinfrei, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=20029234

Hinter diesem Grau, ist da noch etwas? Ja, ich weiß. Die Luft ist besser und wir hören die Vögel singen. Die Sonne scheint und die Welt tut so, als wäre alles in Ordnung, ohne dass es sich auch nur im Geringsten so anfühlt. Es gab da mal einen Film mit Jim Carrey,  die Truman Show, in dem die Hauptperson nicht weiß, dass ihre Welt nur ein riesiges Studio ist, dass sie in einer Art  Big-Brother-Welt zur Unterhaltung der ganzen Fernsehnation lebt. Irgendwann erkennt  Truman Burbank, dass seine Welt künstlich ist und es noch eine Welt außerhalb gibt. Das hätte ich jetzt gern: An einem blinden Fleck, einer matten Stelle herumpolieren und die Stelle wird nicht blank, sondern durchsichtig und erlaubt einen Blick in eine andere, in die richtige Welt, die immer da war, die nie aufgehört hat zu existieren.

Uns unterscheidet von Jim Carrey, dass wir wissen, dass unsere Welt nicht die richtige ist und  deshalb fällt es uns wohl so schwer, uns mit dieser sogenannten neuen Normalität abzufinden, anfreunden kann man sich nicht mit ihr. Da kann man wirklich neidisch werden auf die Verschwörungstheoretiker, die davon überzeugt sind, dass alles nur eine Inszenierung ist, denn die haben wenigstens etwas, wogegen sie kämpfen können, und seien es auch nur Windmühlenflügel.

Wir haben Virologen, die uns kurz zusammengefasst sagen, dass es ein Medikament geben wird und eine Impfung. Im September vielleicht. Allerdings Weiterlesen