Süß

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Anfang Dezember. Ein Hochdruckgebiet über Skandinavien beschert uns eine klare, kalte Nacht. Falls man 18 Uhr als Nacht bezeichnen kann. Die Straßenbeleuchtung in der Siedlung reicht gerade aus, damit man nicht gegen die Laternenmasten läuft.  Immerhin kommt die mehr oder weniger aufwändige Weihnachtsbeleuchtung der Nachbarn so besser zur Geltung.

Lange Schlange an der Kasse im Supermarkt. Endlich fast geschafft. Ganz vorn ein Kind, vermutlich im schulpflichtigen Alter. Für uns Rentner sehen die ja alle gleich aus. Ohne Einkaufswagen oder Korb, nur einen Schokoladenweihnachtsmann im Arm. Wenn dem mal nicht zu warm wird, wenn der mal nicht zum Schokoldadenschweißnassmann wird.

Zweineunundneunzig, sagt die Kassiererin. Und guten Abend. Weiterlesen

La Bammel

Es klingelt. Kann vorkommen. Also mache ich auf, erwarte eine meiner Töchter oder meine Frau. Obwohl ich eigentlich beide nicht erwarte, jetzt nicht erwarte. Sie sind es auch nicht. Es sind fünf oder sechs. Mütter mit Kindern und Laternen. Also die Laternen jetzt nicht mitgezählt. 11.11…. da beginnt doch die Karnevalszeit. Haben da schon mal Kinder bei uns gesungen? Es ist dunkel, sie beginnen zu singen und ihre LED-beleuchteten Laternen brennen nicht, so wie sie es in ihrem Lied auch wünschen. Leuchten tun sie schon.

Immerhin weiß ich jetzt, warum sie da vor der Tür stehen. Sankt Martin. Ich kann jetzt schlecht weg, an den Rechner und googeln. Wird schon seine Richtigkeit haben. Zum Glück haben die Knirpse noch einen zweiten Titel drauf, den sie auch gleich absingen, während ich mir die unsinnigsten Gedanken mache. Weiterlesen