Eine Stimme aus der Vergangenheit

Musikkassetten gehören zu den Medien, die aus unserem Alltag verschwinden, wenn sie nicht sogar schon fast vollständig verschwunden sind. Meine Töchter kennen sie noch, haben als Kinder noch selber Kassetten besprochen und Musik aufgenommen. Vielleicht sogar so, wie man das in den siebziger Jahren mit dem Kassettenrecorder und dem Mikrophon tat.

Natürlich quatschte dann während der Aufnahme jemand rein. Schlimm genug, wenn das der Moderator war, der den Namen der Band oder des Titels zur Sicherheit noch mal wiederholte, viel schlimmer, wenn es ein Elternteil war, das mit der Aufforderung, sofort das Chaos in der Küche zu beseitigen, die perfekte Aufnahme versaute. Manche Leute kauften Musik auf Kassette, okay, wer heute seine Musik als MP3 auf dem Smartphone hört, wäre auch mit dem Klang eines Walkman zufrieden gewesen.

Ein Freund machte mich während des Studiums auf den Kassettenbrief Weiterlesen

Die guten alten Zeiten 2.0

Selten findet ein so großes Ereignis in einem so kleinen Rahmen statt, doch ist es der guten Sache geschuldet, dass wir unserer segensreichen Tätigkeit nicht im Lichte der Öffentlichkeit nachgehen können. Ich begrüße Sie also leise, aber deshalb nichts weniger herzlich zur Eröffnung des Instituts zur Rekonstruktion der Geschichte.

Bisher galt: Wer das Sagen hatte, bestimmte die Zukunft. Künftig wird aber auch gelten: Wer das Sagen hat, der bestimmt die Vergangenheit. Nun werden Sie einwenden, die Zukunft steht noch bevor, sie wird gemacht, sie kann also beeinflusst werden. Die Vergangenheit hingegen ist schon geschehen, sie ist abgeschlossen, und entzieht sich damit der Beeinflussung. Aber wenn wir ehrlich sind, dann gestehen wir uns doch ein, dass es immer die Sieger waren, die Geschichte schrieben. Weiterlesen