Maulen

von Florian-Zet (Eigenes Werk) [CC BY-SA 3.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0)], via Wikimedia Commons

von Florian-Zet (Eigenes Werk) [CC BY-SA 3.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0)%5D, via Wikimedia Commons

Manche haben Haustiere: Hunde, Katzen, Fische, Vögel oder was sonst des Menschen Begehren sein mag . Mehr oder weniger zahm. Andere haben Ungeziefer, also Tiere, die nicht als Opfer geeignet sind, was diesen Lebewesen wiederum wenig nützt, denn auch wenn sie ihr Leben auf keinem Altar lassen, so fallen sie in großer Zahl unserem Unwillen zum Opfer, unserem Abscheu, unserer Angst: Fliegen, Mücken, Spinnen, Flöhe, Läuse, Kakerlaken – Heuschrecken. Biblische Plagen!

Da können wir nicht mithalten. Wir haben kein Haustier, gut, unser Quantum Ungeziefer teilt sich Haus und Garten mit uns, aber was uns unterscheidet, abhebt von unserer Nachbarschaft, ist der Maulwurf.  Wir haben einen Maulwurf.  Das stimmt so nicht, einen Maulwurf hat man nicht… oder vielleicht doch? Man sagt ja auch, man habe die Grippe, dabei hat einen die Grippe. Den Maulwurf haben wir, um diese Hürde zu überwinden, im Garten. Und ich neige dazu, zu schreiben: in seinem Garten. Unserer ist er nur noch im Sinne des Bürgerlichen Gesetzbuchs und des Grundbuchs, aber längst haben wir alle Kontrolle, jede Macht über diesen Garten verloren.

Einen Garten, Weiterlesen

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