Kopfsalat

Sie liegt, das weiß sie genau. Jemand spricht. Sie versteht nichts. Wenn man auf den Kopf gefallen ist, kann es schon mal etwas dauern, bis man Griechisch versteht. Oder Deutsch.

„Wo bin ich denn hier?“

Jemand lacht. Dann öffnet sich eine Tür und da ist eine grüne Wiese unter einem hohen blauen Himmel, eine, die da nicht sein kann, wie sie gerade noch denkt, da erhält sie einen kleinen Schubs und findet sich zwischen Butterblumen und Margeriten, zwischen Sauerampfer und Klee.

Nicht weit weg von ihr steht ein Baum, einer, zu dem sie soll, denn ein leuchtender Pfeil schwebt direkt darüber. Eine himmlische Leuchtreklame, denkt sie. Äpfel, viele Äpfel und leere Körbe, die darauf warten, mit Äpfeln gefüllt zu werden. Und während sie das denkt, sind alle Körbe bereits voll. Das ging ja leicht. Einer, ein grüner mit leuchtend roten Wangen, lacht sie an. Der muss mit. Das weiße Kaninchen hoppelt an ihr vorbei, sie folgt ihm, geht, ohne das Gras zu berühren hinüber zum Backofen.

„Die Reihenfolge stimmt doch nicht.“ denkt sie, da klopft das Kaninchen mit mehlbestäubter Pfote schon zornig auf den Backofen.

„Ob die Geißlein gar sind?“

Langsam verblasst das Kaninchen und für einen Moment bleiben zwei lange gelbliche Nagezähne zurück.

Plopp. Auch die sind verschwunden.

Hatte sie nicht auch einen Namen, vorhin noch? Bestimmt.

Jetzt streicht sie sich mit der Hand, die sich doch recht pelzig anfühlt, Weiterlesen

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