Klasse!

Bin ich etwa abergläubisch? Also mal abgesehen von schwarzen Katzen, Freitag, dem Dreizehnten, Leitern, zerbrochenen Spiegeln, verschüttetem Salz, dem auf Holz klopfen und über die Schulter spucken? Passieren Dinge, weil man an sie gedacht hat? Sie beschrien hat? An anderer Stelle habe ich schon einmal erzählt, dass ich manchmal denke, dass ich lange keine Kopfschmerzen mehr hatte – und prompt kriege ich sie. Natürlich nicht sofort, aber in unangenehmer zeitlicher Nähe zu dem Gedanken. Self fulfilling prophecy, nehme ich mal an. Zweimal habe ich in der Schule mit einer Gruppe über Terror gesprochen, zweimal gab es danach einen Anschlag. Ich rede mit dieser Gruppe nicht mehr über Terror. Nicht, dass ich die Verantwortung für die Anschläge tragen würde. Aber… ach, egal. Ich rede jetzt nur noch über den Frieden und verdiene mir den Friedensnobelpreis.

Die Gespräche in der Gruppe fielen mir gestern Abend wieder ein. Ich hatte die Position vertreten, dass es heute nicht schlimmer ist, als es schon immer war. Jede Zeit ist für die Menschen, die in ihr leben, die bedrohlichste, die mit den ungekannten Schrecken. Dabei hatten wir, wenn wir mal eben rasch die letzten hundert Jahre überschauen, Weiterlesen

Au Geweiha

„Wildes Skandinavien“ hieß die Sendung, die im WDR-Fernsehen lief. Elche, Wölfe, Bären und Rentiere hatte ich erwartet, doch in der ersten Folge ging es um Dänemark. Wildes Skandinavien? Dänemark? dachte ich und blieb vor dem Fernseher. Für alle, die das verpasst haben, hier eine kurze Zusammenfassung: Dänemark liegt zwar im Norden, aber aus Sicht des Nordens eher im Süden, also ist es irgendwie ein Übergangsbereich zwischen Norden und … naja, Süden sind wir ja auch nicht.

Westlich grenzt Dänemark an die Nordsee, nördlich auch, östlich liegt die Ostsee und südlich – nein, nicht die Südsee, sondern Deutschland. In Dänemark leben viele wilde Tiere – besonders Hirsche. Weiterlesen