In nächster Instanz: Landgericht

Landgericht, der Roman von Ursula Krechel, hat es als Zweiteiler ins Fernsehen geschafft, bevor ich ihn gelesen habe. Gelesen stimmt nur zum Teil. Ich hatte Buch gekauft, die ersten Seiten gelesen, dann blieb es bei meiner Tochter liegen und als ich es zurückbekam, hatte ich längst mit einem anderen Buch begonnen. Es blieb liegen, bis ich die Hörbuchfassung in der Stadtbücherei sah, sie mitnahm und tatsächlich hörte. Bis auf den Schluss, da kamen mir die Ferien dazwischen.

Hörbücher bleiben bei mir dem ÖPNV vorbehalten, also hätte ich bis nach den Ferien warten müssen, zu lange für das bisschen Resttext. Also habe ich den Schluss gelesen. Die Fernsehfassung habe ich mir nicht angeschaut, eine Wiederholung würde ich mir vermutlich ansehen.

Als Anmerkungen zum Buch mag das einigen noch ein wenig dünn erscheinen, aber all dem ist ja schon zu entnehmen, dass ich es geschafft habe, dass ich bis zum Ende durchgehalten habe. Das tue ich nicht immer, nicht mehr. Ich erlaube mir, bei Büchern, die mich nicht mitnehmen, sie auch nicht mehr mitzunehmen.

Krechel hat mich also nicht enttäuscht. Möglicherweise muss ich noch mehr von ihr lesen, denn ein Hörbuch funktioniert ja anders, selbst dann, wenn es um eine ungekürzte Lesung gehen sollte. Weiterlesen

Peter Weiss

„Peter Weiss 1982“ von Dietbert Keßler - Eigenes Werk. Lizenziert unter Gemeinfrei über Wikimedia Commons - https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Peter_Weiss_1982.jpg#/media/File:Peter_Weiss_1982.jpg

„Peter Weiss 1982“ von Dietbert Keßler – Eigenes Werk. Lizenziert unter Gemeinfrei über Wikimedia Commons – https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Peter_Weiss_1982.jpg#/media/File:Peter_Weiss_1982.jpg

Was ich gerade lese? Mal abgesehen von der täglichen Dosis auf WordPress? Eine Tageszeitung, Fachliteratur, mal schnell ein paar Seiten eines Romans (‚Landgericht‘ von Ursula Krechel) – und das war es auch schon. Busfahren und Lesen gehen für mich nicht zusammen, wenn ich aber ein Hörbuch im Bus beginne, höre ich es auch im Zug weiter. Also gibt es – für mich – im ÖPNV nur Hörbücher.

‚Die Ästhetik des Widerstands‘ von Peter Weiss hatte ich mir schon lange vorgenommen. Die Bücher erschienen zwischen 1975 und 1981 und fanden in der damals noch vorhandenen linken Öffentlichkeit große Beachtung. Offensichtlich hechele ich der literarischen Welt in einem Abstand von 40 Jahren hinterher, wenn ich einmal daran erinnern darf, dass meine Ausgabe von Otto Jägersbergs Weihrauch und Pumpernickel auch aus dem Jahre 1975 stammt.

Okay, das Hörspiel zu Peter Weiss Buch ist erst 2007 erschienen, ich bin also noch recht früh dabei. Ich habe Weiterlesen