Kalt erwischt

 

Bei Jutta Reichelt gab es eine Schreibanregung. Kurz gesagt: Eine Geschichte entwickelt sich in einer Eisdiele. Hier ist die Quelle:

https://wordpress.com/read/post/feed/23194397/761070025

Und hier ist mein Text dazu (als Wiederveröffentlichung, weil das Wetter danach ist)

Da saß an einem kleinen Tisch, einem Tischchen, das durch das Diminutiv nur kleiner, nicht niedlicher wurde und das schon deshalb eine Vertrautheit unter den Gästen, die sich dort niederließen, voraussetzte, ja sogar zu erzwingen schien, in kühler Atmosphäre und bei kalten Getränken und Gefrorenem, auf blitzendem Edelstahl serviert und ohne Serviette, denn das, was da untergeschoben wurde, war weder groß noch saugfähig: Ein Eisbär.

Nanu, dachte ich. Ein Eisbär – an so einem kleinen Tisch? Es war Sommer, nicht nur kalendarisch, sondern auch meteorologisch, draußen, außerhalb der Eisdiele, eine heiße Sache. Ich nahm an, dass der Eisbär sich deshalb für diese Lokalität entschieden hatte. Weil er aber nicht der Einzige war, der heißer Luft mit kaltem Kaffee begegnen wollte, gab es keinen freien Platz mehr im Venezia.

Bis auf den am Tisch des Eisbären. Weiterlesen