Eifeltour (2)

Großes Schlitzohr
– eigenes Foto –

1910 war die Bahnstrecke zwischen Daun und Bernkastel-Kues fertig, 2001 wurde sie stillgelegt. Überall im Land geschieht so etwas und seit ein paar Jahren werden alte Bahntrassen für den Radverkehr umgebaut. Es fährt sich gut auf diesen Wegen, gerade der Maare-Mosel-Radweg hat einige Attraktionen zu bieten: mehrere Tunnel, einer davon weit über 500 Meter lang, Viadukte und eine abwechslungsreiche Landschaft. Wenige Anstiege, sanfte Abfahrten, auch sportlich nicht ambitionierte Fahrer kommen hier gut zurecht.

Vulkaneifel heißt die Gegend, durch die wir fahren. Elftausend Jahre ist es her, dass es hier zu Vulkanausbrüchen kam, geologisch betrachtet also gerade eben. Der Vulkanismus in der Eifel gehört keineswegs der Vergangenheit an, auch größere Ausbrüche sind durchaus möglich. Wir wollen uns natürlich eines der Maare ansehen. „800 m“ steht auf dem Hinweisschild. So lernen wir, dass 800 Meter nur eine sehr grobe Schätzung sind, die tatsächliche Entfernung kann auch schon mal ein paar Kilometer betragen, wenn man nicht den gesperrten Weg über ein Flugplatzgelände nehmen möchte. In der Folge lassen wir uns auf keine Wege mehr ein, bei denen Weiterlesen

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Möglicherweise sieben, diese aber nicht

Foto: Manfred Voita

 

 

Wann treffen wir drei wieder zusamm?

Um die siebente Stund‘, am Brückendamm.

Am Mittelpfeiler.

Ich lösche die Flamm.

Ich mit

Ich komme vom Norden her.

Und ich vom Süden.

Und ich vom Meer.

Hei, das gibt einen Ringelreihn,

Und die Brücke muß in den Grund hinein.

Und der Zug, der in die Brücke tritt

Um die siebente Stund’?

Ei, der muß mit.

Muß mit

Tand, Tand

Ist das Gebilde von Menschenhand!

Auszug aus Theodor Fontane: Die Brück’ am Tay

Eifeltour

Wasserfall Dreimühlen
Foto: Manfred Voita

270 km nördlich oder 270 km südlich von Warendorf, ja, ich weiß, es ist keine Überraschung, dass es da erhebliche Unterschiede gibt. Oben im Nordwesten, genauer: auf Schiermonnikoog wird Niederländisch gesprochen. Oder Fries. Also eigentlich oder. Schiermonnikoog gehört zu den friesischen Watteninseln, allerdings haarscharf. Lauwersoog, der Fährhafen, liegt in der Provinz Groningen.

Schiermonnikoog wird größer, weil die Nordsee im Osten der Insel Sand anspült, das ist schön, aber auch kompliziert, denn damit wächst die Insel ins Groninger Land hinein. Folge: Ein Staatsvertrag zwischen den Provinzen Friesland und Groningen, damit die Insel verwaltungstechnisch Weiterlesen