Draußen vor der Tür

Carl Spitzweg, Public domain, via Wikimedia Commons

 

Wessen Garten ist das eigentlich? Also bezahlt haben wir schon dafür, nicht nur den Kaufpreis, sondern auch die Anlage. Damit meine ich keinen Landschaftsarchitekten, sondern einfach nur einen GALA-Bauer, der Erde aufschüttete, Rasen einsäte und die Terrasse pflasterte. Den Rest haben wir gemacht. Also meine Frau. Ich habe an meinen beiden linken Händen leider keinen grünen Daumen. Dann haben wir wieder bezahlt, weil der Maulwurf in Arbeitsteilung mit den Wühlmäusen unseren Rasen in eine Hügellandschaft verwandelt hatte. Rasen raus, Netz auf die Erde, Rollrasen drauf. Alles gut.

Bis auf die Wühlmäuse, die die Ränder des Rollrasens erkundeten und in der Folge rechts und links vom Netz unter den Beeten auftauchten. Ich legte einen Stein auf ihre Haufen und sie einen Zahn zu beim Bau eines neuen Haufens.

Der Specht hackte in die verbliebene haufenfreie, naja, haufenfrei, es gibt da einen Hund in der Nachbarschaft… aber das ist eine andere Geschichte. Jedenfalls beschloss ein Specht, unseren Rasen auf das Vorkommen von Insekten zu untersuchen, die leider nicht an der Oberfläche lebten, sondern deren Jagd einiger Tiefbauarbeiten bedurfte.

Unterdessen versteckten die Eichhörnchen, im häuslichen Jargon salopp E-Hörner genannt, eins, zwei oder drei, je nach Jahres- oder Tageszeit, Nüsse in den Blumentöpfen, in denen eigentlich Tulpenzwiebeln auf den Frühling warteten.

Wenn nicht vor dem Frühstück schon eine Portion Nüsse bereitliegt, schaut Weiterlesen