Augustin Wibbelt

Während ich an einem kleinen Text arbeitete, der sich mit einigen mehr oder weniger bedeutenden Sehens- oder Merkwürdigkeiten auf meinem Weg nach Ahlen beschäftigte, stieß ich auf ein Gedicht von Augustin Wibbelt, einem, nein, dem münsterländer Mundartdichter. Das wusste ich, nicht aber, dass sein Gedicht „Das Pöggsken“ hier Allgemeingut ist, angeblich lernt es jedes Schulkind. Seinen vollen Reiz entfaltet es erst, wenn man es von einem Münsterländer gesprochen hört, der in der Lage ist, Laute zu produzieren, die sich den Möglichkeiten des Hochdeutschen entziehen.

Augustin Wibbelt: Dat Pöggsken

Pöggsken sitt in’n Sunnenschien,
O, wat is dat Pöggsken fien
Met de gröne Bücks!
Pöggsken denkt an nicks.
Kümp de witte Gausemann,
Hät so raude Stiewweln an,
Mäck en graut Gesnater,
Hu, wat fix
Springt dat Pöggsken met de Bücks,
Met de schöne gröne Bücks,
Met de Bücks in’t Water!

Augustin Wibbelt in einer Aufnahme aus den dreißiger Jahren hören:  http://www.muenster.org/wibbelt/texte.html