Geschenke mit Preisschildern

By CDU [CC BY-SA 3.0 de (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/de/deed.en)%5D, via Wikimedia Commons

Ach, waren das noch Zeiten, als man an der Wahlurne gleich die gesamte abendländische Kultur retten konnte. Jetzt retten wir nur noch die FDP, die Grünen oder die Linken, alle anderen Parteien sind nicht mehr zu retten, nein, falsch ausgedrückt: haben sich längst in Sicherheit gebracht.

Vor dem Hintergrund der gewaltigen Umverteilung von unten nach oben, die in diesem Lande stattgefunden hat, in Anbetracht der Armut der meisten Gemeinden, Städte und Kreise, die zu immer neuen Leistungseinschränkungen bzw. zum selbstverständlichen Verzicht auf eigentlich notwendige Angebote führt (ich verzichte mal auf die Beispiele), unter Berücksichtigung all dessen sehe ich Wahlplakate, in denen die Union mehr Straßen, die FDP bessere Schulen und mehr Polizisten fordert.* Weiterlesen

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Die Farbe der Wahl

https://commons.wikimedia.org/wiki/Orange_(color)?uselang=de#/media/File:Orange_color.jpg

Auch die CDU beeindruckt mich mit ihren Wahlplakaten. Diese Partei hat sich seit einigen Jahren eine neue Farbe verschrieben. „Die Akzentfarbe Orange bietet die Möglichkeit, die emotionale Dimension in der Kommunikation mehr anzusprechen; (..). Außerdem übernimmt Orange auch die optische Differenzierung im Parteienwettbewerb.“

Rot, Gelb und Blau sind, wie wir als stolze Eigentümer eines Farbdruckers wissen, Primärfarben. Orange ist eine Sekundärfarbe, die entsteht, wenn Gelb und Rot gemischt werden. Mit anderen Worten: Die Farbe der Christdemokraten ergibt sich, wenn man ein bisschen FDP, nicht zu viel, denn da stecken auch noch Blau und Magenta drin, mit einem sozialdemokratischen Rot mischt. Da ist die Union von heute doch recht gut beschrieben. Was es die Partei wohl gekostet haben mag, sich von einer Agentur das Orange verkaufen zu lassen. Dabei steckt natürlich nur ein wenig Farbpsychologie dahinter: Weiterlesen

Martin & Julia

Herr Schulz tritt in den Ring

Herr Schulz tritt in den Ring

Eine Schwalbe macht möglicherweise den Unterschied, jedenfalls wenn es um Fußball geht, der Schiedsrichter den Täuschungsversuch nicht bemerkt und Elfmeter gibt. „Ein Messias macht noch keinen Frühling“, das wissen wir, seit Julia Klöckner, gescheiterte CDU-Spitzenkandidatin in Rheinland-Pfalz, die Kanzlerkandidatur des Herrn Schulz einzuordnen versuchte. Aus theologischer Sicht könnte diese Aussage möglicherweise als ketzerisch empfunden werden. Martin Schulz, der Messias? Erlöser und Befreier der gesamten Menschheit. Martin Schulz? Und dieser Messias soll nicht in der Lage sein, zu tun, was eine einzelne Schwalbe nicht kann? Einen Frühling machen?

Herr Schulz wird, um in dem auch diesmal Weiterlesen