Singen im Wald

Von Marià Fortuny – Museo Nacional de Arte de Cataluña, Gemeinfrei, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=20029234

Hinter diesem Grau, ist da noch etwas? Ja, ich weiß. Die Luft ist besser und wir hören die Vögel singen. Die Sonne scheint und die Welt tut so, als wäre alles in Ordnung, ohne dass es sich auch nur im Geringsten so anfühlt. Es gab da mal einen Film mit Jim Carrey,  die Truman Show, in dem die Hauptperson nicht weiß, dass ihre Welt nur ein riesiges Studio ist, dass sie in einer Art  Big-Brother-Welt zur Unterhaltung der ganzen Fernsehnation lebt. Irgendwann erkennt  Truman Burbank, dass seine Welt künstlich ist und es noch eine Welt außerhalb gibt. Das hätte ich jetzt gern: An einem blinden Fleck, einer matten Stelle herumpolieren und die Stelle wird nicht blank, sondern durchsichtig und erlaubt einen Blick in eine andere, in die richtige Welt, die immer da war, die nie aufgehört hat zu existieren.

Uns unterscheidet von Jim Carrey, dass wir wissen, dass unsere Welt nicht die richtige ist und  deshalb fällt es uns wohl so schwer, uns mit dieser sogenannten neuen Normalität abzufinden, anfreunden kann man sich nicht mit ihr. Da kann man wirklich neidisch werden auf die Verschwörungstheoretiker, die davon überzeugt sind, dass alles nur eine Inszenierung ist, denn die haben wenigstens etwas, wogegen sie kämpfen können, und seien es auch nur Windmühlenflügel.

Wir haben Virologen, die uns kurz zusammengefasst sagen, dass es ein Medikament geben wird und eine Impfung. Im September vielleicht. Allerdings wird es keinen Impfstoff geben, den hat es für diese Art von Viren nämlich noch nie gegeben. Und das Medikament… das wird schwierig. In vier Jahren vielleicht. Oder bald. Oder überhaupt nicht. Es gibt sehr vielversprechende Ansätze, die leider zu enttäuschenden Studienergebnissen führen und es gibt den guten alten Unfug, der zu nichts führt, aber immerhin ein paar Leute reich macht, die dann nicht so recht wissen, wohin mit dem Geld. Vielleicht Klopapier kaufen. Oder Aktien von Pharmaunternehmen. Oder Waffen. Waffen gehen immer.

Nach einigen Wochen, in denen es still war, haben nun die Lobbyisten und ihre Zahlungsempfänger die Nase voll, nein, das sagt man in diesen Zeiten nicht, man wünscht ja nicht mal jenen, die sonst den Hals nicht vollkriegen können, dass sie auch mal die Nase voll haben. Nein, sie halten es nicht mehr aus. Es muss verdient werden, die Geldmaschine muss angeworfen werden. Es wäre doch gelacht, wenn sich die Wirtschaft plötzlich nach den Menschen richten würde, da könnten die Leute ja auf Ideen kommen. Also tun sie ganz angestrengt so, als sei alles unter Kontrolle und es müsse nur jemand das erlösende Wort sagen, damit die Krise zu Ende ist. Ich nehme an, dass nach der Maskenpflicht bald Verbotsschilder kommen werden: Für Viren verboten. Und bis dahin veranstalten sie ein Feuerwerk mit den Euromilliarden,  die bisher die hohe Kante schwer belastet haben. Bisher war noch jeder käuflich. Komm Corona, nimm die Kohle und hau ab.

5 Gedanken zu “Singen im Wald

  1. Es mehren sich die Stimmen, die fragen, ob der Kampf gegen das Virus nicht vielleicht mehr Tote fordert als das Virus selbst – mit anderen Worten: Sollten wir die Alten nicht einfach abkratzen lassen, damit die Wirtschaft wieder florieren kann, die den meisten Leuten ein einkömmliches Auskommen garantiert und sie vor Depressionen und eventuellem Freitod aus Verzweiflung bewahrt? Utilitarismus als Staatsdoktrin. Der Nebeneffekt des „sozialverträglichen Frühablebens“ löst zusätzlich das Rentenproblem. Und alle könnten endlich wieder im Park grillen und sich sorgenlos in den Kneipen besaufen.

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  2. Es muss verdient werden. Um jeden Preis. Oder der zu hohe Preis war der Shutdown. Söder ist der absolute King und war noch vor wenigen Monaten unerträglich. Ich komm nicht mehr hinterher. Impfstoff ja, nein, irgendwann und dann nicht so wie man es bräuchte. Die Nachrichten verwirren mich. Mit „Für Viren verboten“ könnte ich mich aber anfreunden.

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