Nie wieder!

[[File:Bundesarchiv B 285 Bild-04413, KZ Auschwitz, Einfahrt.jpg|Bundesarchiv B 285 Bild-04413, KZ Auschwitz, Einfahrt]]

Vor 75 Jahren befreite die Rote Armee die Gefangenen des Konzentrationslagers Auschwitz. „Nie wieder“ steht, so fasse ich es auf, dafür, dass es nie wieder Judenverfolgung, allgemeiner, nie wieder religiös oder rassistisch begründete Verfolgung und Vernichtung anderer Menschen geben darf.

Juden müssen in Deutschland sicher leben können. Was für ein furchtbarer Satz, wie schrecklich ist es, dass wir 2020 diesen Satz noch oder wieder sagen müssen. Dabei geht es mir nicht um Religion, nicht darum, dass Menschen sich zum Judentum bekennen oder nicht, das war den Nazis auch egal. Ihnen genügte eine irgendwie konstruierte Verwandtschaft.

Deshalb müssen auch Moslems und Christen, Hindus und Buddhisten ihren Gott oder ihre Götter anbeten können, denn was uns trennt, sind vielleicht Religion und Parteien, aber was uns eint, ist die schlichte Tatsache unseres Menschseins. Wem das nicht genügt, um andere als gleichwertig und gleichberechtigt zu sehen, der verrät nicht seine „Rasse“ oder sein Land, der verrät die Menschheit.

9 Gedanken zu “Nie wieder!

  1. Es waren vor allem Deutsche Rassisten, nicht andere, die Unmenschen wurden, sich zu eingebildeten Herrenmenschen der Vernichtungstat machen ließen, und 75 Jahre sind gar nicht so weit weg, selbst und gerade nicht in der Verwandtschaft und Nachbarschaft, die ich kenne. Ja, der Mensch kann alles, sogar solidarisch sein. Nur die Bedingungen, die sind noch immer nicht so. – „Dabei geht es mir nicht um Religion, nicht darum, dass Menschen sich zum Judentum bekennen oder nicht, das war den Nazis auch egal. Ihnen genügte eine irgendwie konstruierte Verwandtschaft.“ Da unterschreibe ich gerne.

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  2. Lieber Manfred
    Hab deine Beiträge mit meiner neuen Seite verlinkt, kann aber deinen nicht folgen seit ich umgezogen bin. Würde mich freuen, wenn du meinen Blog subscribiertest. Warst einer meiner treuesten Begleiter oder Follower, wie man heute sagt.
    Danke für deinen Beitrag. Du findest immer wieder die richtigen Worte zu gegebenen Anlässen.
    Liebe Grüße aus Wien
    Helmut

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  3. Ich sage nur Kambodscha, Ruanda oder jetzt Myanmar.
    Es kann immer wieder geschehen, wenn die politische
    Lage entsprechend ist und es Hetzer gibt, die die
    Volksmassen zu solchen Massenmorden anstacheln.
    Umso wachsamer müssen wir sein, wenn wir die
    momentanen Vorgänge in unserem Land betrachten.
    Der alte Spruch „wehret den Anfängen“ gilt immer noch.

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  4. P.S. Wusstest Du, dass das gezeigte Tor zum Lager
    Auschwitz Birkenau – heute die Ikone des Grauens –
    erst 1944 gebaut wurde. Jahrelang hatte man die
    Todgeweihten nämlich an der alten Rampe, die
    etwas abseits liegt, ausgeladen und selektiert.

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