Friesland (4): Leeuwarden

Eigenes Bild: Oldehove, schief und krumm

Ich kann nicht über Leeuwarden schreiben, ohne das Wahrzeichen der Stadt, den Oldehove zu erwähnen. Was hiermit geschehen ist. Weil er aber seit 1533 schief und krumm in der Stadt steht und dort wohl auch stehen bleiben wird, erzähle ich lieber von einer Ausstellung im Fries Museum, die dort gerade gezeigt wird. Es war kalt in Leeuwarden, wir waren den Vormittag über mit einer Karte aus dem VVV, dem Fremdenverkehrsverein, einmal kreuz und quer durch die Altstadt gelaufen und hatten alle Punkte, die auf der Karte als sehenswert markiert waren, getreulich abgehakt. Es lohnt sich, die Stadt ist wirklich schön, schmale Gassen, breite Plätze, Wasser, Hausboote, manchmal überraschend moderne Architektur, die sicher nicht unumstritten war.

Im Zentrum ist alles eine Nummer kleiner als in Utrecht oder Den Haag, alles auch viel ruhiger als in Amsterdam, aber die Kleine Kerkstraat ist eine hübsche Einkaufsstraße, überall in der Stadt gibt es Galerien, Kneipen, Restaurants, ich denke, dass es sich dort bei etwas höheren Temperaturen richtig gut leben lässt.

Eigenes Foto

Nachmittags hatten wir uns dann das Fries Museum vorgenommen. Zwei Sonderausstellungen laufen dort zurzeit. „Phantom limb, art beyond Escher“  ist die eine und bezieht sich auf M. C. Escher, den in Leeuwarden geborenen Künstler, der ab Ende April 2018 mit einer großen Ausstellung im Fries Museum gewürdigt werden soll. „Phantom limb“ versucht, uns an die Grenzen der Wahrnehmung zu führen. Das geschieht zum Beispiel mit  illusionistischer Malerei, die zu irritierenden Erfahrungen führt. Man stellt sich manchmal sogar neben das Werk, weil es nur so gelingt, die Täuschung des eigenen Sehens zu überwinden.

Bild: Elfie Voita

Teil 5

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5 Gedanken zu “Friesland (4): Leeuwarden

  1. Der Oldehove kann es mit dem schiefen Turm von Pisa durchaus aufnehmen – was den Neigungswinkel angeht, scheint mir. Der Turm in Pisa sieht nur auf Grund einer gewissen Filigranität gefährdeter, während der in Leeuwarden ja ausschaut, wie ein vorzeitliches Raumschiff nach einer missglückten Landung.
    Die Escher-Ausstellung würde mich sehr interessieren. Für seine Kunst haben meine Jüngste und ich um die Wette geschwärmt, und als sie noch zur Schule ging, versuchte sie immer wieder, im Stil von Escher zu zeichnen.

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  2. Pingback: Friesland (3): Angekommen | Manfred Voita

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