Eifeltour

Wasserfall Dreimühlen
Foto: Manfred Voita

270 km nördlich oder 270 km südlich von Warendorf, ja, ich weiß, es ist keine Überraschung, dass es da erhebliche Unterschiede gibt. Oben im Nordwesten, genauer: auf Schiermonnikoog wird Niederländisch gesprochen. Oder Fries. Also eigentlich oder. Schiermonnikoog gehört zu den friesischen Watteninseln, allerdings haarscharf. Lauwersoog, der Fährhafen, liegt in der Provinz Groningen.

Schiermonnikoog wird größer, weil die Nordsee im Osten der Insel Sand anspült, das ist schön, aber auch kompliziert, denn damit wächst die Insel ins Groninger Land hinein. Folge: Ein Staatsvertrag zwischen den Provinzen Friesland und Groningen, damit die Insel verwaltungstechnisch nicht zu zwei Provinzen gehört.

270 km südlich von Warendorf spricht man auch Niederländisch, jetzt nicht ausschließlich, eigentlich spricht man in der Eifel Deutsch, oder das, was man dort dafür hält. Aber an jeder touristisch interessanten Ecke finden sich holländische Touristen und sprechen, was sie für Niederländisch halten. Weil ich meinen Ohren nicht recht trauen mochte, habe ich nachgefragt: Niederländisch aus der Grenzregion bei Aachen. Fast ebenso unverständlich wie das Fries im Norden.

Was die Niederländer im Nordwesten wollen, ist schon klar. Sie leben da. Was sie im Südwesten wollen, ist ebenso klar: Berge. Niederländer und Fahrräder gehören zusammen, Berge und Fahrräder nicht unbedingt. Obwohl mir auch in anderen Mittelgebirgen diese asketischen Gestalten begegnet sind, die auf ihren Rennrädern die Berge erklommen, im Schwarzwald sogar ältere Herren, die, wäre das nicht unfreundlich, korrekt als alte Männer zu bezeichnen wären. Diese sport- oder leidensbegeisterten Menschen trifft man auch in der Eifel. In Daun in der Vulkaneifel.

Dort beginnt der Mosel-Maare-Radweg. Für die sportliche ambitionierten Radler endet er dort, denn die fahren von Bernkastel-Kues aus hoch nach Daun, wir fuhren runter. Daun ist… eng. Das ist wohl das Adjektiv, das diese Stadt charakterisiert. Eng und steil. Am Berg oder in den Berg gebaut.

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7 Gedanken zu “Eifeltour

    • Mittelgebirge und Flachland, Berge und die See, das sind meine frühen Erfahrungen. Am Rande des Sauerlandes geboren, aber mit familiären Beziehungen nach Ostfriesland. Leben will ich im Norden, aber ich genieße den Süden.

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  1. Oh, da hättet ihr in Niederehe Station machen können, Landgasthof Schröder und eine wunderschöne kleine Kirche mit einer außergewöhlichen Orgel und überhaupt …
    Herzliche Grüße 🙂

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