Küs(s)te die Muse

Foto: Elfie Voita

Manch einen ruft der Berg, mich ruft die See.

Ich kann jetzt unmöglich hier sitzen und abwarten, bis es vorbei ist, bis die letzte Welle auf den Strand gelaufen ist.

Ich muss raus, muss mich bewegen, damit mein Denken in Bewegung gerät.

Am Strand entlang, ganz nah am Wasser, gegen den Wind und dann zurück, durchgepustet werden und den Kopf klar bekommen.

Durch den Sand stapfen, nicht suchen und doch zu finden hoffen, über einen Stein stolpern, der etwas ins Rollen bringt, einen Faden erwischen, an dem ich ziehen und einen dicken Fisch an Land hieven kann: der sich möglicherweise nach stundenlanger Arbeit als alter Hut entpuppt.

5 Gedanken zu “Küs(s)te die Muse

  1. Oh ja, mich ruft auch die See. Manchmal kann ich schon gar nichts anderes mehr hören, so laut sind die rauschenden Rufe und das rufende Rauschen. Leider ist die See in allen Himmelsrichtungen recht weit von meinem Wohnort entfernt, so dass ich mich gelegentlich mit dem See statt der See ablenken und trösten muss. Ein wirklich schwacher Trost, aber immerhin: die schlimmsten Symptome meiner Wasser-Sucht können etwas gelindert werden.

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