Die Farbe der Wahl

https://commons.wikimedia.org/wiki/Orange_(color)?uselang=de#/media/File:Orange_color.jpg

Auch die CDU beeindruckt mich mit ihren Wahlplakaten. Diese Partei hat sich seit einigen Jahren eine neue Farbe verschrieben. „Die Akzentfarbe Orange bietet die Möglichkeit, die emotionale Dimension in der Kommunikation mehr anzusprechen; (..). Außerdem übernimmt Orange auch die optische Differenzierung im Parteienwettbewerb.“

Rot, Gelb und Blau sind, wie wir als stolze Eigentümer eines Farbdruckers wissen, Primärfarben. Orange ist eine Sekundärfarbe, die entsteht, wenn Gelb und Rot gemischt werden. Mit anderen Worten: Die Farbe der Christdemokraten ergibt sich, wenn man ein bisschen FDP, nicht zu viel, denn da stecken auch noch Blau und Magenta drin, mit einem sozialdemokratischen Rot mischt. Da ist die Union von heute doch recht gut beschrieben. Was es die Partei wohl gekostet haben mag, sich von einer Agentur das Orange verkaufen zu lassen. Dabei steckt natürlich nur ein wenig Farbpsychologie dahinter: „Orange assoziieren wir oft mit Freude, Dynamik, Energie, Spaß, Lebhaftigkeit, Durchsetzungsvermögen, Tatendrang, Optimismus, Kraft, Gesundheit, Wärme, Kreativität und Jugendlichkeit.“ Haben wir, während wir diese Zeilen lesen, nicht Angela Merkel vor Augen?

Vermutlich hat die Agentur den folgenden Satz bei der Präsentation unterschlagen: „Leider hatte Orange lange Zeit durch die häufige Verwendung in den 70’er Jahren einen billigen und unseriösen Ruf“

Egal. Oranje boven!

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10 Gedanken zu “Die Farbe der Wahl

  1. Lieber Herr Voita!
    Da steht man wohl bei der Wahl der Farbe im wahrsten Sinne des Wortes unter Druck.
    Ob orange so ein Volltreffer ist? Orange hat der holländischen Fußballnationalmannschaft auch nicht nur Glück gebracht. Und die Müllmänner bevorzugen diese Farbe bei ihrer Berufsbekleidung, mmmmh … ich bin gespannt welche Mischung am Ende auf der Farbpalette zu sehen ist. 🙂
    Herzliche Grüße
    Mallybeau

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  2. Der letzte Satz…wäre er nicht gekommen, dann hätte ich ihn geschrieben. Denn genau das schoss mir bei dem Bild des kräftigen Orange auch durch den Kopf. Dank Marketingstudiums und zwei Semestern schlimmer Farblehre-Vorlesungen haben sich Sätze wie der obige erstaunlich fest in meinem Kopf verankert. So fest, dass ich selbst bei Sonnenuntergängen daran denke. Unangenehm. Vorlesungsinhalte aus den Bereichen Statistik und Steuern haben sich nicht so gut gehalten. Ich fürchte, auch die Inhalte – sofern vorhanden – der Plakate bleiben nicht in Erinnerung. Daran ist allerdings nicht die Farblehre schuld.

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