Vor aller Augen…

Mehr als 200 Flüchtlinge im Mittelmeer ertrunken… Da sind sie plötzlich wieder in den Schlagzeilen.

So geht das aber nicht! Nicht mit diesen großen Booten. Können die nicht, wie sich das gehört, kleine altersschwache Boote nehmen, solche mit zwanzig, dreißig Passagieren? Gut, die gehen auch unter und die Menschen ertrinken, aber die kriegen wir nur in der Jahresstatistik aufgelistet, da können wir leichter weg schauen.

200 auf einmal. Das ist ein Attentat auf unsere Empfindsamkeit, ein fast unanständiger Apell an unser Mitgefühl. Als hätten wir gewollt, dass die sich auf den Weg machen, dass die ertrinken. Obwohl, schon besser, dass die da ertrinken, als dass sie schließlich wieder in München am Bahnhof stehen. Aber eben schön unauffällig, in kleinen Gruppen, die von unseren Medien und uns leicht ignoriert werden können.

Und bitte keine Kinderfotos.

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Ein Gedanke zu “Vor aller Augen…

  1. Au Weia. War doch mit dümmsten Künstlern schon alles schon weg & gut (auch für uns in der westfälischen Steppe Nordrheinwestfalens). Bei mir in Münster sind die Flüchtlingsstätten in Hiltrup eh weggebrannt durch jugendliche Nazis, also hier können mehr nicht hin. Kann ich auch als Ehrenamtlicher nix dran machen. Die große Politik würde ich nie befragen. Die macht das schon, was die Boote hier so anlanden läßt … Ganz klein wird die große Politik bei uns, den wurzelnden Westfalen. Ja, „ein Attentat auf meine Empfindsamkeit“, da stimme ich zu.
    Ich lebe sehr schön, und möchte, daß ALLE auch schön leben.

    Gefällt 1 Person

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