Schlafende Hunde

Von Hansueli KrapfDiese Datei wurde mit Commonist hochgeladen. - Eigenes Werk: Hansueli Krapf (User Simisa (Diskussion · Beiträge)), CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=12102086

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Das Buch von Ian Rankin ist 2013 erschienen, die deutsche Taschenbuchausgabe im Oktober 2016. Und ich habe es gelesen. So, wie ich die anderen Krimis von Rankin mit John Rebus als Hauptfigur gelesen habe. Seit 1987 ermittel Rebus in Edinburgh und ich habe diese Romane fast durchgängig gemocht. Die Handlung, die Personen, die Atmosphäre der Geschichten, den Soundtrack, den Rankin immer gleich mitliefert, denn Rebus hört gern und viel Musik – und zwar Musik, die ich zu einem großen Teil auch mag. Damit hat Rebus, der seit 1987 ein Alkoholproblem hat, schon mal die ersten Pluspunkte gesammelt.

Rebus ist eine Romanfigur, die im Laufe der Zeit auch altert und so hat ihn Rankin auch in Rente geschickt, um ihn dann doch wieder zu aktivieren. Ob es das Geld war, ob es der Verlag war, wir wissen es nicht, es interessiert mich auch nicht. Ich war neugierig auf John Rebus und bin jetzt enttäuscht. Das Buch passt mir nicht. Ich hätte es wissen müssen, denn auf dem Einband wird „Die Welt“ zitiert: „Ein beruhigend konservatives Buch…“

Das brauche ich nicht. Ich brauche keinen beruhigend konservativen Rankin und Rebus, ich will Drama und Action, schlechte Laune und gute Musik. Nach vielen Seiten, die so vor sich hin plätschern, weiß ich plötzlich, wie das ganze gestrickt ist, also nicht gleich den Mörder, aber ich habe den Roman durchschaut. Das passiert mir bei Krimis eigentlich selten, ich falle immer auf alle falschen Spuren herein. Wenn es mir bei Fernsehkrimis passiert, dann schalte ich aus.

Schlafende Hunde habe ich komplett gelesen. Ich schuldete das Rankin, weil er mich oft gut unterhalten hat, klug unterhalten hat, spannend unterhalten hat. Diese Schuld ist jetzt abgetragen, wenn Rebus demnächst mit dem Rollator vor der Tür steht, okay, doch, er kriegt ein Bier und wir rauchen eine, draußen im Regen, aber noch mal mit  ihm losziehen, Gangster fangen, nee.

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10 Gedanken zu “Schlafende Hunde

  1. Von Ian Ranking besitze ich vier Romane. Deine negative Kritik des neusten legt irgendwie nah, dass der alte Rebus der schlafende Hund war, den man besser nicht geweckt hätte. Aber danke für die Anregung, da ich die Handlung der vier komplett vergessen habe, lese ich sie jetzt wieder wie neu. 😉

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  2. Och – schade! Ich habe mal einen Rebus-Krimi gelesen, fand ihn nicht schlecht, dann ist anderes dazwischen gekommen, aber ich habe immer noch im Kopf, daß ich die mal lesen sollte, in der richtigen Reihenfolge, versteht sich. Den letzten kann ich mir also sparen.
    Gerade bin ich dabei, daß Gesamtwerk von Ross Thomas zu lesen, auch Krimis – ein sehr guter Schriftsteller, ich bin froh, daß ich noch ein paar Bücher vor mir habe. Das nur als Empfehlung.

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