Übern Jordaan gehen

Foto: Leonie Voita

Foto: Leonie Voita

„Een vreemd lichtspel, geheimzinnig van wisselende glanzen, trilde over de grillige puien en gevelsteenen uit. Een dwaze rumoerigheid klonk plotseling t’allenkant door de nachtstraat-stilte.“

Israël Querido: De Jordaan: Amsterdamsch epos. Deel 4: Mooie Karel(1924), S. 230

Ein eigentümliches Lichterspiel, von geheimnisvoll wechselndem Glanz, zitterte über die bizarren Fassaden und Gibelsteine hinweg. Ein aberwitziger Krawall klang plötzlich von allen Seiten durch die Nachtstraßenstille. (Eigene Übersetzung)

Israël Querido hat mit seinen Texten dafür gesorgt, dass der Jordaan bekannt wurde. Damals lebten dort allerdings 100.000 Menschen unter elenden Bedingungen, heute sind es etwa 18.000 im  hippsten Quartiert Amsterdams.

Israël Querido war übrigens der Bruder von Emanuel Querido, dem Gründer des Querido-Verlags, der so wichtig für die deutsche Exilliteratur wurde.

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2 Gedanken zu “Übern Jordaan gehen

  1. Für einen Augenblick habe ich tatsächlich geglaubt, die Redensart „Über den Jordan gehen“ habe etwa mit dem Amsterdamer Stadtteil zu tun. Aber da ist konkret der Fluss in Palästina gemeint, wie ich grad nachgelesen habe. Jordaan dagegen soll eine Verballhornung Verballhornung des französischen Wortes für Garten, „jardin“ sein und auf die Hugenotten zurückgehen, auch Exilanten. Wieder was gelernt, danke.

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