Irgendwas von irgendwem

Foto: Elfie Voita

     Foto: Elfie Voita

Früher mal, da kannte ich eine gute Textpassage, in der sich ein Autor mit dem Thema Alter auseinandersetzte. Literarisch. Die habe ich gelesen und an Freunde weitergegeben, die im gleichen Alter waren. Was natürlich nicht bedeutete, dass sie sich gleich alt fühlten, denn das gefühlte Alter unterscheidet sich ja offensichtlich vom tatsächlichen, was wiederum vom biologischen Alter abweichen kann. Ich kann mich also wie 50 fühlen, während ich 63 bin und obwohl mein Arzt mir sagt, ich sei biologisch schon mindestens 70. Aber das soll er sich erst mal trauen, denn dann… gut. Also er kann sich das ruhig trauen, mir fällt gerade keine geeignete Sanktion ein.

Aber zurück zu dem Text, den ich gefunden hatte: Der war gut und ich hab ihn gelesen, da war ich vielleicht 40 und dachte: Ja, jetzt wirst du alt. Jetzt bin ich – und es sträubt sich etwas in mir, das nochmal zu sagen – 63 und fühle mich… nun, nicht alt. Da fragten mich doch kürzlich noch Lehrgangsteilnehmer: „Wie ist es eigentlich, alt zu sein?“ Denen habe ich dann äh… nicht geantwortet. Ich habe irgendetwas anderes beantwortet. Politiker machen das ja auch so.

Möglicherweise bin ich also alt. Mein Rücken beantwortet diese Frage seit einigen Tagen ganz eindeutig.

Mein Kopf nicht, der sträubt sich. Aber diese Textpassage über das Altern, ich kann mich nicht an den Verfasser erinnern, auch nicht an den Titel des Buches. An den Inhalt schon überhaupt nicht.

Ich glaube, ich weiß schon, was ich über das Altern wissen muss.

Was das Foto mit all dem zu tun hat? Ich hatte mir doch etwas dabei gedacht, aber gerade komme ich nicht drauf. Ist doch aber auch so schön, oder?

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7 Gedanken zu “Irgendwas von irgendwem

  1. Das wird doch hoffentlich keine Makroaufnahme deiner Haut sein? *schnell-weg-renn*

    Ich fühle mich auch so richtig alt, so etwa wie 53. Boh eye! Wenn man älter wird, so wie ich z.B. (noch 3 Monate lang 67), dann wird dein Rücken wieder jünger, weil er keinen Stress mehr hat. Wart’s nur ab. Schreib‘ es dir auf, damit du es nicht vergisst 😉
    LG, Ingrid

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  2. Lieber Herr äh….!
    Jetzt wollte ich etwas zu Ihrem Text und dem Foto schreiben, aber äh… also das Wetter ist ja mal wieder saumäßig. Das Wetter? Oder wollte ich etwas zur Fußball-EM schreiben? Da hab ich mir wohl ein Eigentor geschossen.
    Gehirnakku muss geladen werden…piep
    Herzliche Grüße von….äh…. 🙂

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  3. Eigentlich wollte ich irgendwas Kluges zum Altwerden und zu deinem Text über das Alt sein schreiben, eben wusste ich auch noch genau was, aber jetzt habe ich es leider vergessen. Ich stehe auch manchmal in der Küche und weiß nicht mehr, warum ich hingegangen bin.
    Beste Grüße von einem Leidensgenossen!

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  4. Hätte ich es nicht aufgeschrieben, hätte ich es nicht wiedergefunden:

    Spuren… I

    … gräbt die Zeit
    in mein, dein, unser Gesicht
    unauslöschlich zeigend
    Freud und Leid
    Frust und Lust,
    ausdrucksvolle Falten
    zeigen eindrucksvoll
    Erfahrenes, Erlebtes, Erlittenes.

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