Ain’t she sweet

"2006-07-15 15.00 Oldenzaal, kerk" by Michielverbeek - Eigen werk. Licensed under CC BY-SA 3.0 via Wikimedia Commons - https://commons.wikimedia.org/wiki/File:2006-07-15_15.00_Oldenzaal,_kerk.JPG#/media/File:2006-07-15_15.00_Oldenzaal,_kerk.JPG

„2006-07-15 15.00 Oldenzaal, kerk“ by Michielverbeek – Eigen werk. Licensed under CC BY-SA 3.0 via Wikimedia Commons – https://commons.wikimedia.org

ist überhaupt nicht von den Beatles. Bereits 1927 wurde das von Milton Ager (Musik) und Jack Yellen (Text) geschriebene Stück von Lou Gold & His Melody Men – wer erinnerte sich nicht an sie? – veröffentlicht. Friedel Hensch und die Cyprys, klar, die kennt der wahre Musikliebhaber, zumindest ihren ‚Mond von Wanne-Eickel‘, einen Kracher aus dem Jahre 1962. Kurz vorher, 1961, spielten die Beatles, damals noch mit Pete Best am Schlagzeug, Ain’t she sweet irgendwo in Hamburg ein. Ein Stück übrigens, das mir nie besonders gefallen hat.

Womit ich nicht gesagt haben möchte, dass der Mond von Wanne-Eickel mir besser gefallen hätte. Obwohl: Als Jimi Hendrix 1970 auf Fehmarn spielte, da wurde in Leer, dem Ort meiner Jugend, den ich damals schon nicht mehr als den Ort meiner Verbannung wahrnahm, gemunkelt, Friedel Hensch und die Cyprys kämen zu einem Festival in einen Nachbarort. Stimmte aber nicht. Nur Billy Mo kam.

Gestern habe ich mich aber über Ain’t she sweet gefreut. In Oldenzaal. Muss man nicht kennen, ebenso wenig wie Ain’t she sweet. Wir waren da, weil wir… aber das führte hier zu weit. Jedenfalls hörte ich in der Fußgängerzone ein Glockenspiel, das ich natürlich sofort als Carillon identifizierte. Gibt es häufiger, in den Niederlanden allerdings besonders häufig. Manchmal spielt jemand live, oben im Glockenturm. Beiaard heißt dieses Instrument in den Niederlanden und der dazugehörige Musiker ist der beiaardier.

Beim Carillon hat das Wort Anschlag übrigens noch seine wahre Bedeutung, denn der Musiker schlägt mit der Faust zu, bei youtube ist das schön zu sehen. Es ist wohl nicht notwendig, dass ich erwähne, was da gespielt wurde. In Münster ist es immer so was wie ‚Üb immer Treu und Redlichkeit‘. Glaube ich jedenfalls. Und in Holland spielen sie eben von prächtigen alten Kirchtürmen Rock’n Roll. Vom Martinitoren in Groningen habe ich schon Lou Reed’s ‚It’s a perfect day‘ gehört. Ich musste stehen bleiben und mich vergewissern, dass es wirklich Lou Reed war. Jetzt warte ich noch auf ‚Highway to hell‘. Wo sonst wüsste man den Weg besser?

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14 Gedanken zu “Ain’t she sweet

    • Na klar, die Himmelsleiter, die kann man vom Kirchturm anklingeln… Sie ist mir aber im Zweifel lieber als ACDC. Die Westerkerk macht mir sofort Lust darauf, mal wieder nach Amsterdam zu fahren. Allerdings dürfte es dafür etwas wärmer sein. Jordaan, Leidseplein und was weiß ich…

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  1. Krrr, diese Glockenspiele (hier ‚vom Rathausturm‘) klingen für mich immer ein bisschen schräg. Neulich hörte ich durch Zufall bei uns den Cancan (wegen Offenbach). Melodien gibt es dreimal am Tag. Die von dir erwähnten Musikstücke kenne ich übrigens auch, aber auch mir gefallen sie nicht.
    LG, Ingrid

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  2. Sehr schön auch diese Version von 1933: https://www.youtube.com/watch?v=iKDORuUk1y0 — Gene Vincent ist gegenüber den Beatles richtig lahm: https://www.youtube.com/watch?v=cxK-zP1AByk —-
    ich mag diese frühen Beatles-Aufnahmen, habe mir im Sommer mal die ersten Alben in bestmöglich erhältlicher Qualität runtergeladen und regelmäßig zum Frühstück gehört. Die frühen Lieder haben viel Drive, spätestens ab „Help“ ist der Schwung hin …

    Gefällt 2 Personen

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