Was war das denn?

Geschichten hören nicht einfach auf, sie haben einen Schluss, über den jemand oft lange nachgedacht hat. Selbst Horrorfilme haben meist ein gutes Ende. Das Leben funktioniert leider nicht immer so, da bleiben lose Fäden, nicht verknüpfte und ungeklärte Ereignisse.

Aber wenn das Leben sich nicht darum kümmert, einen ordentlichen Schluss hinzubekommen, dann übernehmen wir den Job und spinnen Fäden weiter, suchen Erklärungen für zufällige Ereignisse und (er-) finden einen Masterplan.

Genau so eine Erklärung finde ich gerade nicht. Ich versuche mal, das dazugehörige Ereignis zu schildern, bewusst ohne erklärende oder bewertende Elemente:

Ein alter Herr steht sommerlich bekleidet vor seinem Haus, nur gerade so vor dem strömenden Regen geschützt. Er lehnt sich an eine der Straße zugewandte Ecke des Hauses, schaut auf den Boden. Einige Minuten vergehen. Der Mann dreht sich um, geht in seine Garage, holt sein Fahrrad heraus, besteigt es und radelt sehr rasch und etwas wackelig durch den Regen davon. Ziemlich nass kehrt er nach vielleicht fünf Minuten zurück, stellt sein Fahrrad in die Garage und geht ins Haus.

Was ist denn da passiert?

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8 Gedanken zu “Was war das denn?

      • Hmmm?Also als Raucher extra nochmal rein gehen,Jacke anziehen wieder raus und dann mit dem Fahrrad?Ist die Hose auch nass,bringt also auch nichts.Also Augen zu und durch,wer weiß wann der Regen aufhört.Zigarretten holen für die Harten…….

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  1. … Er hat vermutlich keine Zigaretten mehr und hat überlegt, wie er so an der Hausmauer lehnt, ob er wirklich aufhören will mit dem Rauchen. Und je länger er nachdachte, umso größer wurde die Lust auf Zigaretten.

    … oder ihm war nach Alkohol. Egal, ob es da regnet oder nicht, ob spärlich bekleidet oder nicht. In unserer Nachbarschaft gabs auch mal einen, der sommers wie winters mit der Boxershorts rumgelaufen ist, während wir an manchen Wintertagen fröstelnd im Anorak steckten.

    … wenn er mit wenig Bekleidung durch den Regen radelt, dann muss er auch nur wenige Stücke zum trocknen aufhängen.

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    • Er lässt sich also nach und nach von seinen Bedürfnissen, von seinen Wünschen überwältigen… Klingt nach einer guten Erklärung. Kämpfen und verlieren. Aber es sollte vielleicht ein besseres Ziel sein, nicht einfach die Kippe und Korn.

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    • Das stimmt, das habe ich auch schon öfter bemerkt. Menschen haben offenbar die Fähigkeit, das äußere Geschehen komplett auszublenden und sich ganz auf sich zu konzentrieren. Und dann rennen sie einen um, laufen gegen ein Auto oder radeln durch den Regen.

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