Abgefahren

Der Kleine möchte Lokomotivführer werden? Freundliches Lächeln, niedlich, der Knabe. Aber er könnte es werden. Noch. Wenn ich auf der nächsten Familienfeier zum Besten gäbe, meine beruflichen Pläne liefen darauf hinaus, Lokomotivführer zu werden, würde eine augenblickliche Überprüfung an den Bedingungen der Realität ergeben, dass ich da wohl Schwachsinn verbreite.

Blättere ich in alten Schulaufsätzen, „Beruf oder Job“ zum Beispiel, dann schallt es mir entgegen: qualifiziert, dauerhaft, zufrieden. Später dann die Phase der Selbstverwirklichung: autonom, selbst verwaltet, ganzheitliche Lebensweise. Arbeit und Leben integrieren. Anything goes. Und die Rolling Stones sangen „Catch your dreams before they slipp away“ – Zack, weg.

Der Verlust alter Träume, (you can’t allways get what you want…) ohne neue hinzuzugewinnen, der Verlust an Möglichkeiten, das Vordringen der Realität, das Definitive des Alltäglichen, das Abfinden mit dem So-ist-es (…but you get what you need), mit den eigenen Beschränkungen – wer braucht denn sowas?

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