Silber

Zerfetzt und schmutzig, blutige Kratzer im Gesicht und einen erlegten Luchs auf der Schulter, schleppte er sich über die Schwelle ins Haus.
„Wie siehst Du denn aus?“ fragte seine Mutter.
„Ein Luchs?“ fragte seine Schwester.
Seine Augen leuchteten, das Abenteuer stand ihm ins Gesicht geschrieben und er brannte darauf, es haarklein zu erzählen.
„Ja, also wisst ihr, oben in den Bergen, gleich hinter dem Wasserfall…“
„Möchtest Du einen Kaffee?“
„Danke, gern.“ Mutter schenkte ihm eine Tasse Kaffee ein.
„Also wie gesagt, hinter dem Wasserfall…“
„Einen Keks?“
„Ja. Bitte.“ Schwesterchen schob ihm einen Keks rüber.
„Ich komm also gerade beim Wasserfall…“
„Sind aber gut, die Kekse.“ knusperte Mutter.
„Das Rezept habe ich von der Nachbarin.“
„Ich steh‘ da und denk an nichts Böses…“
„Kannst Du’s mir aufschreiben?“
„Lass mich mal überlegen, wie war das noch. Drei Eier… oder waren es zwei?“

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