Leipzig. Eins

Fünf Hallen, in denen es um Literatur geht: Das ist die Buchmesse in Leipzig. Nein, das stimmt so nicht, denn dieses große Fest geht weit über diese Hallen hinaus, die Stadt verwandelt sich in einen Ort der Bücher.

Der Veranstaltungskalender lässt mich verzweifeln, wohin will ich, wohin soll ich, wohin kann ich denn überhaupt? Gehe ich Promis gucken oder lasse ich mich auf Neues ein, unbekannte Autoren, Genres, mit denen ich sonst eher keine Berührung habe? Ich plane lange, suche Adressen, ermittele die Wege, bereite unsere Entscheidungen gründlich vor. Dann ist es so weit, wir gehen essen. Ach so, das muss ja auch wohl sein. Auerbachs Keller. Oder so gut wie. Beinah Auerbachs Keller. Also direkt nebenan. Dann geht alles ganz schnell… bis auf das Essen, das dauert, aber die Zeit, die rast. 19:50 Uhr.

Jetzt aber los, was geht noch? Ulla Hahn liest im Alten Rathaus, das ist gleich um die Ecke, das können wir schaffen. Schaffen es auch, bekommen sogar noch Sitzplätze. Irgendwo da vorn muss Ulla Hahn sein. Immerhin, hören kann man sie. Ich kann sie sogar sehen, also nicht so, dass ich sie wiedererkennen würde, wenn sie mir gleich über den Weg liefe.

Dann liest sie aus „Spiel der Zeit“ und alles ist gut. Ich lasse mir gern vorlesen. Im Gespräch mit Joachim Scholl ist Ulla Hahn präzise, nachdenklich aber auch witzig. Ganz offensichtlich hat sie Lust darauf, aus ihrem Buch zu lesen, auch wenn manch einer im Publikum schon unruhig wird, vielleicht zum nächsten Termin oder einfach zur Bahn muss. Darf’s noch ein bisschen mehr sein? Aber gern.

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