Recherchetipps

Wie doof ist das denn? Ich will eine Kurzgeschichte schreiben – und was tue ich? Ich fange nicht einfach an, sondern gehe ins Internet. Das kann wiederum mindestens zwei Gründe haben.

Der erste und vermutlich häufigste Grund: Ich prokrastiniere, d. h. ich gehe immer erst mal ins Internet, hilfsweise fange ich auch an zu putzen, zu kochen, aufzuräumen – nur eben nicht zu schreiben.

Der zweite und deutlich bessere Grund: Auch wenn ich schreiben will und vielleicht sogar kann, gibt es immer noch eine Menge darüber zu lernen. Das gilt für das Schreiben nicht weniger als für jedes andere Fach, Handwerk, Hobby – wie auch immer man es für sich bezeichnen mag. Wann das Wort Kunst angebracht ist, mag jeder für sich selbst entscheiden. Jedenfalls besitzen Leute, die sich damit auskennen, meistens eine ganze Menge Literatur über das Schreiben und über alles, was damit zusammenhängt. Das soll jetzt keine Aufforderung werden, mehr zu lesen und weniger zu schreiben, also letztlich ein Prokrastinationsalibi. Ich möchte nur darauf hinweisen, dass Fachwissen in den seltensten Fällen schädlich ist.

Schreibratgeber
Geht es ums Schreiben, dann gibt es zahlreiche Ratgeber. Wer das Ziel verfolgt, mit seinen Texten auch Geld zu verdienen, der schreibt vielleicht besser keine Kurzgeschichten, nicht einmal Romane, sondern gleich Ratgeber. Es gibt aber auch Menschen, die sehr erfolgreiche Schriftsteller sind und uns an ihrem Wissen teilhaben lassen.

Eine gut gemachte und informative Seite bietet z. B. Andreas Eschbach, den seit dem Jesus Video wohl jeder kennt.
http://www.andreaseschbach.de/schreiben/schreiben.html

Daneben denken viele Blogger darüber nach, wie man eine verdammt gute Kurzgeschichte schreibt, z. B.

marcusjohanus.wordpress.com/2011/07/29/wie-man-ein-verdammt-gute-kurzgeschichte-schreibt/

Faktencheck
Nicht jede wahre Geschichte ist automatisch auch eine gute Geschichte. Vermutlich schon deshalb nicht, weil die Wahrheit oft entweder ziemlich langweilig oder aber sehr unangenehm sein kann. Unter anderem deshalb gilt wohl auch, dass eine gute Geschichte nicht wahr sein muss. Den meisten Geschichten tut es aber gut, wenn sie plausibel sind. Werden sie zudem in der Gegenwart oder einer halbwegs erforschten Vergangenheit angesiedelt, sollten die Fakten stimmen. Die Namen, die Kleidung, die Zigarettenmarke und die Autos, all das lässt sich recherchieren.
Geht es um Autos, Filme, Literatur, Mode, Möbel, Musik, Politik, Sport, Schmuck, Technik oder Theater, liefert www.was-war-wann.de viele Informationen darüber, was im 20. Jahrhundert wichtig war.

Die Figuren einer Geschichte brauchen Namen, die auch zu der Zeit passen sollten, in der die Geschichte spielt. Auch hier hilft das Internet weiter:
Vornamen 1890 bis 2015: http://www.beliebte-vornamen.de/
Nachnamen:http://forum.ahnenforschung.net/

Liste der 100 häufigsten Familiennamen in Deutschland:
http://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_h%C3%A4ufigsten_Familiennamen_in_Deutschland

oder auch
http://nachname.gofeminin.de/w/nachnamen/mit-dem-anfangsbuchstaben-a/haeufigste-nachnamen.html

So, genug recherchiert. Weiter im Text.

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